Die Klimakatastrophe ist derzeit in aller Munde, unter anderem treffen sich hierzu die EU-Umweltminister vom 1.-3. Juni 2007 in Essen. Was ist von dieser Zusammenkunft zu erwarten?

"Die aktuelle Politik spricht Bände: die Regierung hat gegen den Rat der Klimaexperten und Umweltschützer den Weg für den Bau von mehreren Kohlekraftwerken - davon allein 7 in NRW - frei gemacht; die Großindustrie wird mit Verschmutzungsrechten beschenkt, mit denen sie ein milliardenschweres Zusatz-Geschäft machen kann; der weitere Ausbau der Müllverbrennung incl. der schädlichen Emissionen und der Import von Giftmüll aus aller Welt zwecks Verbrennung hier in Deutschland wird vorangetrieben" zählt Dr. Willi Mast auf, der AUF-Gelsenkirchen im Umweltausschuss der Stadt vertritt. Ein Resultat dieser Politik sei unter anderem die Erhöhung des Klima-schädlichen CO2-Ausstoßes allein im letzten Jahr um 5,4 % durch Deutschlands Industrie. Dem entgegen werde der Verbraucher mit steigenden Energiepreisen, Umweltsteuern, drohender City-Maut u.a. rigoros zur Kasse gebeten und zum Sündenbock gestempelt.

zum Treffen der EU-Umweltminister

>Protestaufruf

"Nachdem durch die etablierten Parteien die (Um)Welt also fein säuberlich in schwarz und weiß aufgeteilt wurde, wird als angebliche Lösung europaweit dem Ausbau der unberechenbaren und teuren Atomkraft das Wort geredet als hätte es Tschernobyl, Harrisburg, Forsmark, usw. nie gegeben. Das kann man nicht unwidersprochen stehen lassen, denn Deutschland und die EU-Staaten sind alles andere als Vorreiter im Klimaschutz" führt der AUF-Vertreter weiter aus und lädt alle Bürger und Bürgerinnen ein, am 2. Juni 2007 in Essen aktiv gegen die Umweltpolitik der EU-Regierungen zu protestieren:

Die Auftaktkundgebung zu dieser Protestveranstaltung findet auf dem Katernberger Markt (auf der Seite der Katernberger Str.) ab 11Uhr statt; um 11:30 Uhr geht der Protestzug los über die Route Katernberger Str., Schonnebeckhöfe, Gelsenkirchener Str. bis Zeche Zollverein; die Strecke ist knapp 1,5 km lang; die Abschlusskundgebung wird gegen 12 Uhr vor Zollverein beginnen.

 

Willi Mast