AUF-Gelsenkirchen begrüßt das Importverbot für den hochgiftigen HCB-Müll aus Australien und wertet es als einen wichtigen Erfolg der breiten Proteste.
"Dies kann aber nur ein erster Schritt sein. Immerhin wurde zwischen 1999 und 2005 aus 52 Staaten Müll nach NRW geliefert. Es muss verhindert werden, dass das Ruhrgebiet zur einer internationalen Müllkippe wird." folgert Dr Willi Mast, sachkundiger Bürger von AUF/Die Linke im Umweltausschuss.
Bemerkenswert sei es auch, dass die Öffentlichkeit erstmals über die Auswirkungen der Müllverbrennung für die Feinstaubbelastung informiert wird (s.a. WAZ vom 16.6.07). Ohne die Müllverbrennung massiv zurückzufahren und in eine totale Kreislaufwirtschaft einzusteigen, sei es nicht möglich, der wachsenden Feinstaubbelastung wirksam zu begegnen.

Pressemitteilung zur Müllverbrennung

Sein Resümee zieht Dr Mast wie folgt: "In diesem Jahr wird Gelsenkirchen erstmals die EU-Grenzwerte für Feinstaub überschreiten. Das bedeutet: Häufung von Krebs, Allergien und Sterblichkeit an Herzkreislaufkrankheiten. Das Konzept der Landesregierung, dem mit "kleinräumigen verkehrslenkenden Maßnahmen" zu begegnen, ist wirkungslos und würde nur die Last abschieben auf den Verbraucher und Autofahrer. Es muss deshalb auf kommunaler Ebene abgelehnt werden."

Willi Mast