Der vorgelegte Luftreinhalteplan und die Umweltzonen stoßen auf erhebliche Kritik bei AUF Gelsenkirchen. Angesichts der wissenschaftlich belegten Zusammenhänge zwischen Luftverschmutzung, Lebenserwartung, Krankheitshäufigkeit und Sterberate seien Maßnahmen zur Luftreinhaltung zwar unverzichtbar - die Methode aber ungeeignet.

"Die Feinstaubbelastung geht im Ruhrgebiet zu 60-80 % auf Industrieanlagen zurück. Wenn Industrie und Müllverbrennungsanlagen weiterhin aus hohen Schornsteinen große Mengen an giftigem Feinstaub ausstoßen können, werde sich an der Gesamtbelastung nichts ändern", kritisiert Dr. Willi Mast, Vertreter für AUF-Gelsenkirchen im Umweltausschuss.

Die Bundes- und Landespolitik ziehe sich aus der Verantwortung zurück. Der Güter- und Individualverkehr werde weiter verstärkt, das öffentliche Verkehrssystem noch unattraktiver, weitere Kohlekraftwerke und die Müllverbrennung noch ausgebaut. Die Lasten werden auf die Kommunen und auf Bürger und kleine Betriebe abgeladen und die Bürokratie aufgebläht. Statt dem vorgeschlagenen Flickwerk sei eine Wende in der Verkehrs-, Energie- und Müllpolitik unverzichtbar, um eine nachhaltige Besserung der Luftbelastung zu erreichen - so das abschließende Fazit von Dr. Mast.

Willi Mast
 

Pressemitteilung zur Umweltzone