Mit Kopfschütteln quittiert Dr Willi Mast, Mitglied im Umweltausschuss für AUF-Gelsenkirchen, die aktuellen Beschlüsse der Landesregierung zur Umweltzone: "Offensichtlich ist diese Landesregierung nicht in der Lage, das Thema Feinstaub wissenschaftlich belegt anzugehen; statt dessen geht sie immer wieder vor mächtigen Energiemonopolen und Wirtschaftsverbänden in die Knie und lässt sich die Umweltpolitik diktieren. Das ohnehin schon fragwürdige Konzept einer flächendeckenden Umweltzone wird mit der Entscheidung für kleinräumige Umweltzonen vollends unglaubwürdig gemacht."
Um die Feinstaubbelastung nachhaltig zu senken bedürfe es einer Wende in der Energie-, Müll- und Verkehrspolitik. Leider seien aber die Weichen in die gegensätzliche Richtung gestellt: noch mehr Kohlekraftwerke statt zügigem Ausbau der umweltfreundlichen Energie, noch mehr Müllverbrennung und Müllimporte aus aller Welt - statt Ausbau einer Kreislaufwirtschaft, und noch mehr Autobahnen und Güterverkehr - statt Ausbau eines attraktiven öffentlichen Verkehrssystems.
Saubere Luft sei wichtiger als die Profite und die Forderungen der Lobbyisten. "AUF-Gelsenkirchen werde das Problem Feinstaub deshalb so lange thematisieren, bis die Verantwortlichen endlich zukunftsfähige Lösungen vorlegen", so Dr. Mast abschließend.

Willi Mast

PM Umweltpolitik