...gibt es nach Meinung der sachkundigen Bürgerin im Gesundheitsausschuss Martina Reichmann (Fraktion AUF/die Linke). "Die Last an PFT (perfluorierte Tenside) in der Ruhr hat sich seit Dezember 2006 nicht wesentlich verringert. Die Grenzwerte suggerieren eine falsche Sicherheit. Es besteht nach wie vor Beratungs- und Handlungsbedarf!" 
Den hat sie im Ausschuss für Gesundheit und Verbraucherschutz allerdings sehr vermisst. "Ich habe den Eindruck, bei den Grenzwerten liegt auch die Grenze zum nachdenken! Dann braucht man sich nicht anlegen mit industriellen Einleitern und Wasserwerken, braucht sich nicht für eine sofortige drastische Senkung der PFT-Werte durch Aktivkohlefilter einsetzen. Die langfristigen Folgen für die Gesundheit sehe ich hier komplett ausgeblendet!"
Nach Meinung namhafter Toxikologen gibt es bis heute keine wissenschaftlich gesicherte Unbedenklichkeit für PFT, im Gegenteil. Es bestehen Hinweise für die Häufung von Blasen- und Prostatakrebs. Die Umweltschutzorganisation WWF veröffentlichte 2004 alarmierende Ergebnisse, "dass Kinder auf der ganzen Welt oft mehr und andere Chemikalien im Blut haben als ihre Eltern und Großmütter." Dazu zählt auch PFT. Und die Wechselwirkungen der Gifte, denen wir ausgesetzt sind, ist kaum wirklich abschätzen.

Pressemitteilung zu PFT im Trinkwasser

Informationen zu PFT, zusammengestellt von Dr Mast

Bewertung von PFT im Trinkwasser des Hochsauerlandkreises
Die Kommunen, die - wie der Süden von Gelsenkirchen - ihr Trinkwasser aus der Ruhr beziehen, müssen mit Nachdruck fordern, dass die Quellen für PFT und andere Umweltgifte im Wasser beseitigt werden und in den Wasserwerken umgehend Aktivfilter nach neuester Technik eingebaut werden. Es ist an der Stadt, über den Kommunalverband Ruhr auf eine rasche Lösung des Problems zu drängen.

Eine Zusammenfassung wichtiger Informationen und wissenschaftlicher Daten finden sich unter www.auf-gelsenkirchen.de.

Martina Reichmann