Im dunkeln Raum sich Ekelkäse rührn,
Ein sanfter Wind vom Müllberg weht …." 

Wie wäre Goethe mit den "guten" Gaben Italiens wohl heutzutage umgesprungen? Wir wissen es nicht. Maßgeblich ist ja nicht ausschließlich, was von anderen Landen zu uns kommt, sondern auch, ob wir es annehmen:
"Die Praxis der Müllverbrennung sowie die Tatsache, dass eine starke Lobby aus Profitgier intensiv die kritische Auseinandersetzung mit Alternativen zur Müllbeseitigung verhindert, ist schon schlimm genug und hat Tag für Tag enorme Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit der Bürger. Offensichtlich ist aber eine Steigerung möglich, denn nun wird auch Hausmüll aus Neapel hier verbrannt. Wie kann es sein, dass wir Müll aus einem Land annehmen, in dem es möglich ist mit Hilfe der Behörden aus 11000 Tonnen uraltem Käse ein Frischeprodukt zu machen, in dem Wein mit Chemikalien "versüßt" und Mozarella mit Dioxin kontaminiert wurde? Wie wird angesichts dieser Ekeleien der "richtige" Müll zusammengesetzt sein? Ich erinnere dabei an die Meldungen von Mai 2008, als gegen 25 Manager in Italien wegen der Umdeklaration von Giftmüll als Hausmüll ermittelt wurde" mahnt Monika Gärtner-Engel, Ratsfrau für AUF-Gelsenkirchen. Wer keine Skrupel habe, vergammelte Lebensmittel als Frischprodukt zu verkaufen, habe erst Recht keine Hemmungen mit dem Ex- bzw. Import von Hausmüll, dem Giftmüll untergemischt sei.

Pressemitteilung zu den geplanten Müllimporten aus Italien
"Die üblen Skandale der letzten Zeit haben gezeigt, dass man sich hüben wie drüben nicht auf die staatliche Kontrolle verlassen kann. Durch den Ausbau der Müllverbrennung kommt die Politik diesen Praktiken auch sehr entgegen. Aus der Besorgnis um die Umwelt und die Gesundheit der Menschen heraus lehnen wir bei AUF-Gelsenkirchen die Einfuhr von Müll zwecks Verbrennung entschieden ab und fordern eine Hinwendung zu umweltfreundlichen Alternativen der Müllbeseitigung", erklärt Gärtner-Engel abschließend.

Monika Gärtner-Engel