Dr. Willi Mast
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45884 Gelsenkirchen
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an den Vorsitzenden des Umweltausschusses Gelsenkirchen
Herrn Leichtweiss

Gelsenkirchen, 12.3.09

Betr.: Anfrage zur Förderung von nachhaltiger Nutzung von Biomasse

In der Solarstadt Gelsenkirchen gibt es bislang noch keine Anlagen zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse. Auch im energiepolitischen Arbeitsprogramm sind keine entsprechenden Ansätze erkennbar. Zukunftsfähig und nachhaltig im Sinne einer anzustrebenden Kreislaufwirtschaft sind dabei insbesondere Verfahren, die Biomasse nicht primär verbrennen, sondern umwandeln und damit zu keiner zusätzlichen Feinstaub- und Klimabelastung führen.

Fragen:
1. Welche Möglichkeit sieht die Verwaltung, in Gelsenkirchen entsprechende Anlagen und innovative Verfahren - wie die integrierte Methanisierung und Kompostierung von Biomasse oder Anlagen zur Gewinnung von Wasserstoff aus Bioabfällen (s.a. Wasserstoff-Kompetenzzentrum auf dem Ewald-Zechengelände in Herten) zu fördern und anzusiedeln?

2. Gibt es Überlegungen, das aktuell stillgelegte Zechengelände im Norden unserer Stadt in diesem Sinne zu nutzen?

3. Welche Möglichkeiten gibt es, die Verwertung von Bioabfälle aus dem Stadtgebiet wieder in eigener Regie durch städtische Eigenbetriebe zu betreiben und aus bestehenden Verträgen zur Verbrennung von Biomasse in Borken auszusteigen?

Anfrage zur Förderung von nachhaltiger Nutzung von Biomasse vom 12.03.09