Willi Mast
  • Zunächst wurde vom einem Vertreter der RAG Montan Immobilien-Gesellschaft das Projekt "Biomassepark" auf dem Hugo-Zechengelände vorgestellt. Es geht um das 36 ha große ehemalige Zechengelände, für das jetzt die tolle Lösung gefunden wurde - nach nach dem gescheiterten Besucher-Bergwerk, Inkubator-Projekt, Gewerbepark etc. Aufforstung mit schnell wachsenden Bäumen, um das Produkt "Biomasse Holz" zu gewinnen und daraus Holzhackschnitzel herzustellen. Das "Pilotprojekt" soll eingeleitet werden mit einer gezielten Sanierung des Bodens, Maßnahmen zur Grundwassersicherung und zum Kanalbau.
Ich habe das ganze als "Etikettenschwindel, schlechten Witz und als die billigste Lösung für die RAG" kritisiert. Auf einer Industriebrache wird ein Wald gepflanzt und das als Biomasseprojekt verkauft - anstatt wirklich innovative Biomasseverwertung auf dem Gelände anzusiedeln, so wie es z. B. mit der neuen Biomasse-Anlage in Herten/Ewaldgelände geschah oder mit der IMK-Technik von Stumm möglich wäre. - Projekte, die perspektivisch auch Arbeitsplätze bringen.
Hierzu gab es interessante Gegenreden: Das Projekt sei "wegweisend" für andere Gelände in unserer Region (Ausschussvorsitzender Leichtweiss/SPD und ein Redner der CDU). "Wenn Sie eine Alternative und einen Investor haben, bringen Sie mir den Investor" (Die RAG saß ja mit am Tisch!!). Fr. Milhalic/Grüne: "Wir machen uns doch keine Illusionen, wo Industriearbeitsplätze wegfallen, entstehen keine neuen mehr"(!). Ich wies darauf hin, dass die Wirtschaftsförderung in GE versagt hat. Dass wir sehr wohl Alternativen aufgezeigt haben mit der Pilotanlage für Kryo-Recycling und dem IMK-Verfahren, aber dass diese nie ernsthaft geprüft wurden…
Alles in allem ein Parade-Beispiel für die Glaubwürdigkeit von Wirtschaftsförderung in GE und die Kungelei mit RAG und Co.

  • ÖPNV: Der Vertreter von Bogestra berichtete über ein Einnahme-plus von 6,5 % und mehr Fahrgäste in den letzten Jahren. Es besteht eine Kostendeckung von 70 %. Interessant und positiv war die Erfahrung mit Neueinstellung von Arbeitslosen als Fahrgastbetreuer: Von den ursprünglich 225 Leuten wurden immerhin 75 fest einge-stellt. Gleichzeitig hat sich die Kundenzufriedenheit und das Sicherheitsgefühl bei den Fahrgästen verbessert. Wirkliche Alternativen für die diesel-betriebenen Busse gäbe es lt. Bogestra noch nicht.

  • Bericht Agenda 21: Ging vor allem um die "Entente florale", die offensichtlich einiges in Gang gebracht hat.

  • Kulturhauptstadt-Projekt der Emschereigenossenschaft und des RVR. Fr. Mihalic berichtete am Rande darüber, dass die Grünen den Ausbau des Radverkehrsnetzes einbringen werden bei der Festlegung des Konjunkturpakets II.

  • Lärmaktionsplan: Es wurde zusammengefasst bereichtet über die Strategieplan zur Lärmminderung, der auf einem „Lärm-Forum“ vorgestellt werden soll und ende 2009 auf 2 Info-Veranstaltungen für die Bürger.

  • Internetplattform für Fahrgemeinschaften/Carsharing: ist bislang noch schwer auffindbar.

  • Gelsenkirchener Heizspiegel: Interessante Vergleichstabelle
Bericht zur Sitzung des Umweltausschusses am 5.6.09