Insgesamt ist dieses Konzept ein Armutszeugnis für GE als Solarstadt:

  • kein Wort zu Energieeinsparung durch entsprechende bauliche Maßnahmen, z.B. optimale Wärmedämmung, Fussbodenheizung)

  • keinerlei Nutzung von Solarenergie in beiden vorgestellten Konzepten, stattdessen Favorisierung von Erdgas 79 % in einem Entwurf und Holzpellets, Pflanzenöl und Heizöl im anderen Konzept.

  • Die Möglichkeiten der Wärmepumpe spielen nur in einem Konzept eine untergeordnete Rolle.

     

  • Die Grundidee, die Versorgung an einen Contracter zu vergeben, muss abgelehnt werden, weil dieser nur Interesse hat, mit möglichst viel von der angeblich „ökologisch“ gewonnenen Energie möglichst viel Gewinn zu machen. Das drückt sich auch in dem anvisierten hohen Energiepreis aus (max. 97,42€/MWh), bei steigenden Erdgaspreisen auch höher. Wenn Bauträger wie die THS solare Projekte über entsprechende Fachfirmen durchführen lassen können, warum soll das nicht in diesem Wohnquartier möglich sein.

  • Pflanzenöl ist angesichts der weltweiten Folgen (Konkurrenz zu Nahrungsmitteln!) inakzeptabel. Holzpellets werden von Umweltschützer zunehmend attackiert wegen der aufzuwendenden Energie bei der Produktion und Pestizidbelastung (s.a. Hans-Dieter Stürmer/Öko-Institut Freiburg, Tel. 0761 286982), z.B. bei Material aus Rumänien. Stattdessen ist die Hackschnitzelfeuerung zu bevorzugen!

  • Eine Mischung von Energie durch Wärmepumpe (50%), Solarenergie (20%) und den Rest durch Holzhackschnitzel (30%) wäre dagegen als sinnvoll ansehen, in Verbindung mit konsequenter baulich konzipierter Energieeinsparung. Dadurch könnte der Klimaschutz wesentlich verbessert werden - und für die Vermieter wesentlich günstigere Energiepreise erzielt werden.