Wir alle müssen die Verantwortung übernehmen – wir habe nur diese Erde!

Machen Sie mit beim Klima-Aktionstag 2011 in Gelsenkirchen

Global denken - lokal, regional und global handeln!

Am Samstag, 3. Dezember von 11 – 13 Uhr; Platz Arminstraße / Ecke Bahnhofstraße

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Es gibt immer mehr Anzeichen der Entwicklung zu einer globalen Umweltkatastrophe: Wetter-Chaos, beschleunigtes Abschmelzen der arktischen Eisdecke, Ozonloch auch über der Nordhalbkugel... Die Atom-Katastrophe von Fukushima setzt sich weiter fort - trotzdem ist der Bau von 400 weiteren Atomkraftwerken weltweit geplant. Diese Entwicklung stellt die Lebensgrundlage der Menschheit und für viele Tier- und Pflanzenarten infrage.

 

Das Scheitern der Welt-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen zeigt: die Regierungen der großen Industrienationen und internationale Monopole auf dieser Welt sind offensichtlich nicht gewillt und nicht fähig, einschneidende Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas zu ergreifen, im Gegenteil, der CO2-Ausstoss wird sogar beschleunigt fortgesetzt.

Dabei ist nach dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik eine rasche und vollständige Umstellung auf umweltverträgliche Energien möglich. Dies würde auch zahlreiche neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen und der Jugend eine positive Zukunftsperspektive eröffnen. Anstatt die Natur rücksichtslos auszuplündern, brauchen wir einen sorgsamen Umgang mit ihr, für die Einheit von Mensch und Natur.

Der Weltklimatag wurde 2005 von zahlreichen Umweltverbänden aus Protest gegen die gescheiterte offizielle Umweltpolitik ins Leben gerufen und seitdem mit weltumspannenden Aktivitäten begangen. In über 60 Ländern wurden 2010 zig-tausende vielfältige Aktionen und Proteste durchgeführt. Wir wollen am 3. Dezember auch in unserer Stadt mit einer gemeinsamen Aktion ein Zeichen setzen,

gegen die dramatische Zerstörung unseres Weltklimas

für verbindliche und drastische Verringerung des Ausstoßes von Klimagiften wie CO2 und Methan

gegen ungehemmten Raubbau an unseren natürlichen Lebensgrundlagen und

für Umstellung auf erneuerbare Energien und umfassende Wiederverwertung

gegen unbeherrschbare Technologien wie die Atomenergie (Fukushima!) und

für eine weltweite Stilllegung aller Atomanlagen

Wir wollen auch ein Zeichen setzen gegen eine verbreitete Verunsicherung. Viele Menschen, gerade Kinder und Jugendliche, sind bereit, für die Rettung der Umwelt aktiv zu werden. Die großen Proteste der Atomkraftgegner haben die Regierung gezwungen, die Verlängerung der Laufzeiten-Verlängerung zurückzunehmen und einen Ausstieg bis 2020 zuzusagen. Das zeigt, dass man sehr wohl etwas bewegen kann, vor allem wenn sich internationaler Protest regt!

Wir wollen zusammen mit vielen Menschen, Initiativen und Organisationen, denen die Umwelt am Herzen liegt, an diesem Tag unsere Anliegen, unsere Sorgen, Ideen und Forderungen in einer vielfältigen, kulturvollen, kämpferischen und phantasievollen gemeinsamen Aktion zum Ausdruck bringen - und zum Nachdenken und Handeln anregen. Ob wir uns mehr für konkrete Verbesserungen oder für die Entwicklung eines internationalen aktiven Widerstands zur Rettung der Umwelt einsetzen - uns eint der Gedanke:

Wir alle müssen die Verantwortung übernehmen – wir habe nur diese Erde!

Aufruf als PDF zum Herunterladen

Erstunterzeichner des Aufrufs:
Gabi Arnecke, Anna Bartholomé (MLPD), Marie Bauer (Jugendvertreterin BP), Ute Breilmann, Dagmar Brettschneider, Gerd Buckler (Kumpel für AUF, IGBCE), Marlies und Bernfried David, Jan Derksen, Irmgard und Mamdouh El Habiby (AUF), Eroglu Emre (REBELL), Günter Finke, Monika Gärtner-Engel (AUF-Stadtverordnete), Martin Gatzemeiner (Die Linke), Dieter Grünwald (Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz, Jutta Gründwald-Zimmermann (Verdi), R. Heinrich (Pfarrer a.D.), Beate Hornung (Solidarität International), Renate Kempmann, Rolf Jüngermann (DKP), Christiane Link, Christian Link (IGBCE), Gerd Labatzki (IGM. Betriebsrat), Irene Mallik, Dr. Willi Mast (Vorstandssprecher AUF), Renate Mast (Verlag Neuer Weg), Elfriede und Hans Metzlaff, Ingrid Meyer-Lettmann, Petra Müller (Verdi Bezirksfrauenrat) Kai Oliveras, Georg Opretzka, Eckehard Osimitsch, Peter Reichmann (Physiker, Betriebsrat Pilkington), Martina Reichmann (Krankenschwester, AUF),Maria Reitler, Hans Rüther, Peter Schmitt (Schreiner), G. Schmitz, Doris Snebotta, Ulja Serway (Bundesweite Montagsdemo), Marlies Schumann (Ladenkette people-to-people), Daniela Smolka, Helmut Troppmaier (Rentner), Zwetanka Uhlemann (AUF), Günter Wagner (Allgemeinarzt), Susanne Wagner (Fotografin), Andreas Weber (Verdi), Sigrid Wilhelm (Courage)