Toni Len fr Web“Genau richtig” findet es Toni Lenz, Sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen im Ausschuss, für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus, dass der Stadtrat jegliche Unterstützung für den Kampf um die Arbeitsplätze bei Vaillant zugesagt hat, und die Betriebsratsvoritzende Yasemin Rosenau dazu sprechen konnte. “Gelsenkirchen muss aufstehen für Arbeitsplätze!”
“Für diesen Weg setze ich mich seit langem im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus ein. Mehrere Initiativen von mir gegen Arbeitsplatzvernichtung, u.a. im Bergbau, der Fleischfabrik Aldenhoven, bei BP wurden dort regelrecht abgebügelt, insbesondere durch die SPD-Fraktion,”
so Toni Lenz weiter. Das sei “nicht Aufgabe des Ausschusses, die Unternehmen wüssten was sie tun, und dann gäbe es ja noch Betriebsräte,” so kürzlich ihr Sprecher Herr Dupont kläglich. Der Wirtschaftsdezernent Dr. Schmitt sonnt sich lieber in teuren unverbindlichen Imagekampagnen, und lässt ein wirkliches Engagagement dazu aktuell und überhaupt seit seinem Amtsantritt sehr vermissen.

AUF Gelsenkirchen: Die Zeit zu kämpfen ist jetzt!

Die angekündigte Schließung von Vaillant - eine Hiobsbotschaft, die für viele völlig überraschend kommt. Für AUF ist klar: sie ist nicht hinnehmbar, jeder Arbeitsplatz, der verloren geht, fehlt für die Zukunft der Jugend. „Wir haben uns mit den Opel-Kollegen gemeinsam geschworen, wir tragen die Fackel weiter“, so Martina Reichmann. Die Erfahrungen mit sozialverträglichem Abbau und Auffanggesellschaften sind eine entscheidende Lehre daraus.

Die Region kann keine weiteren Arbeitsplatzverluste verschmerzen, im Gegenteil! Bei solchen Meldungen kann man nicht zur Tagesordnung übergehen. Es ist wichtig, sich nicht spalten zu lassen, wichtig, mit Kolleginnen und Kollegen der Stammbelegschaft und Leiharbeitern gemeinsam für eine Zukunftserspektive einzustehen. AUF wird die Vaillant-Kollegen darin tatkräftig unterstützen im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze.

Jetzt einfach zur Tagesordnung überzugehen, ist für viele Kolleginnen und Kollegen bei Vaillant undenkbar. „Das ist wie ein Hammer vor den Kopf, es sind Tränen geflossen“ sagt eine Kollegin von Vaillant, und: „Das ganze Leben ist ein Kampf, entweder wir halten alle zusammen oder wir sind alle weg.“

Der WAZ war am 20.6. zu entnehmen, dass der BP-Konzern am Jahresende 100% der beiden Raffinerien in Gelsenkirchen-Scholven und der DHC Solvent-Chemie in Mülheim übernehmen will. “Das erscheint als positive Nachricht, ist aber eher geeignet, mich im Hinblick auf die Situation für die Beschäftigten zu beunruhigen,” sagt Anton Lenz, Sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen im Ausschuss, für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus. “Es wundert mich auch, dass ich in der Sitzung des Ausschuss 2 Tage vorher kein Wort darüber gehört habe.”

Wenn der Vorstandsvorsitzende der BP Europa, Michael Schmidt, frohlockt, dass es damit möglich ist, ihr Raffinerie- und Petrochemiegeschäft “neu zu fokussieren, es weiter zu vereinfachen und effizienter zu gestalten”, dann “läuten bei mir die Alarmglocken”, so Anton Lenz weiter. “Was für BP 'einfacher und effizienter' ist, bedeutet nach aller Erfahrung für die Beschäftigten Rationalisierung, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und Gefahr für die Arbeitsplätze. Das kann nicht akzeptiert werden.”
Anton Lenz wird im Ausschuss beantragen, einen Vertreter des BP-Vorstands für die nächste Sitzung einzuladen, ihre Pläne darzulegen und sich den Fragen im Ausschuss zu stellen, insbesondere was auf Gelsenkirchen und die Beschäftigten zukommt.

Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen,

AUF Gelsenkirchen erklärt sich solidarisch mit dem ver.di-Kollegen Marco P.

Wer Rückgrat beweist und sich für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter einsetzt, leistet damit einen wichtige Beitrag als Vorbild für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Wir protestieren entschieden dagegen, dass er als aktiver Gewerkschafter und Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender der Edelmann Leaflet Solutions GmbH abgestraft wird für sein Engagement. Wir stärken ihm den Rücken und haben kein Verständnis dafür, dass sein Arbeitgeber ihn aus fadenscheinigen Gründen entlassen will.

Auch die Kolleginnen im Sozial- und Erziehungsdienst haben sich durchgesetzt gegen viele Argumente und Stimmungsmache, sie würden aus Eigennutz handeln. Gehen wir diesen mutigen Weg zusammen weiter!

Für AUF ist das auch eine wichtige Lehre aus dem Kampf der Opelaner gegen die Schließung des Opel-Werkes. Wir haben uns fest vorgenommen: wir lassen es nicht zu, dass kämpferische Betriebsräte gemobbt und angegriffen werden. Wir haben mit den Opelanern in Bochum entschieden: wir tragen die Fackel weiter. In diesem Sinne wünschen wir Dir, Marco P. und allen Ver.di-Kollegen in diesem Kampf viel Erfolg!

Mit herzlichen solidarischen Grüßen
Manuela Reichmann
Monika Gärtner-Engel

Nachlese zum Ausschuss für Arbeit und Soziales am 29.4.15

AA-LeipzigIn Gelsenkirchen sind 30.962 Menschen arbeitslos oder unterbeschäftigt. Über 80% der 22.482 offiziell Arbeitslosen in Gelsenkirchen sind langzeitarbeitslos. Es besteht also dringender Handlungsbedarf.