Gefühle vor Gericht: Chef von Brotfabrik Stauffenberg

Unser Mitglied Willi Mast, Bezirksverordneter in der Bezirksvertretung Süd, schrieb zum WAZ-Artikel „Chefs gestehen Millionen-Betrug“  vom 10.9.14 einen Leserbrief: "... Das Problem ist offensichtlich nicht die hochproduktive Brotfabrik in Rotthausen. Und noch weniger die Belegschaft, die seit Jahren gute Arbeit leistet - trotz immer größerem Arbeitsdruck und Lohnverzicht. Das Problem sind vielmehr Gesetze, die es Unternehmern wie der F. Ostendorf und seiner Familie erlauben, ein gesundes Unternehmen aus reiner Profitgier

Von der kleinen Nachtmusik zum großen Sparkonzert?

"...Es ist ein  Armutszeugnis für einen grünen Kulturdezernenten, wenn ihm der ohnehin sehr weitgehende, angebotene Verzicht der Orchestermusiker noch nicht weit genug geht!“ kritisiert Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von AUF GelsenkirchenMonatelang haben die Orchester-Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen vollkommen zurecht die „Rote Karte“ gezeigt.

Diskussionsrunde des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes / Linke äußerten sich nicht


Rund 60 Besucher kamen zur Diskussionsrunde des „Paritätischen“ zum Thema „Soziales zählt“ in die Flora am Dienstag, den 6.5.14. Auf dem Podium nur Vertreter der in Fraktionsstärke im Rat vertretenen Parteien (SPD, CDU, Grüne, FDP und BBG). Bis auf Ralf Hermann (BBG) eine „ganz große Koalition“, in ihren Äußerungen kaum zu unterscheiden. Alle tun ihr Möglichstes, alle wollen das Beste

Interessant in dem Zusammenhang, dass der Paritätische Gesamtverband vor zwei Wochen sein Jahresgutachten zur sozialen Lage in Deutschland vorgestellt hat. Er kommt darin zum Ergebnis, dass die Spanne zwischen Arm und Reich weiter gestiegen ist und dass es noch nie soviel Privatvermögen in Deutschland gegeben habe wie heute. Er kritisiert die Politik in Berlin für Fehlleistungen und Versäumnisse und stellt in Aussicht, dass die Armut in den nächsten Jahren weiter steigen wird. „Die Passivität der Politik, die bisweilen schon an sozialpolitische Ignoranz grenzt, ist erschreckend.“ (zit. n. FR vom 25.4.14) Leider spielten diese neuen erschreckenden Ergebnisse keine Rolle bei der Veranstaltung.


Immer wieder geht der OB Frank Baranowski mit der Botschaft herum, seit 2006 seien Jahr für Jahr 1000 Arbeitplätze geschaffen worden. Wie wissen  nicht in welcher Märchenstunde er zugehört hat, aber unsere war es  nicht: Im  10-Jahresvergleich wurde 7.451 Teilzeitarbeitsplätze neu geschaffen,aber 6.455 volle Stellen sind ersatzlos weggefallen. Aber das bedeutet doch, die Stundenanzahl, also das Arbeitsvolumen, ist beachtlich gefallen. Die Unterbeschäftigung in Gelsenkirchen nimmt zu. Folgende Zahlen der Arbeitsagentur Gelsenkirchen liegen für den März 2014 vor: Ca. 19.000 Arbeitslose bekommen Alg. 1 und  2.