AUF Gelsenkirchen ist sehr angetan, dass der Plan für ein Prostitutionsgetto ("Verrichtungsgelände") vom Tisch ist: So wurde es im Hauptausschus am 11.09. beschlossen. Das ist zweifellos das positive Ergebnis der zahlreichen Aktivitäten der betroffenen Prostituierten selbst (einschließlich des Prozesses in Dortmund) in Kooperation mit AUF. Die neue Regelung entspricht genau dem, was eine Gruppe von Prostituierten bei der denkwürdigen Pressekonferenz im Juli auf dem Parkplatz an der Münsterstraße gegenüber der WAZ vorgeschlagen hatte. "Beschämend und diskriminierend" nennt Monika Gärtner-Engel,

vom 03. - 05. Oktober 2014 in Chemnitz

Frauenpoltischer Ratschlag
AUF Gelsenkirchen unterstützt den "Frauenpolitschen Ratschlag". Er ist eine internationale, frauenpolitische und kulturelle Plattform, auf der sich Frauenprojekte, -gruppen, -organisationen und Parteien ebenso wie Einzelfrauen austauschen können.
Er ist charakterisiert durch den offenen und gleichberechtigten Erfahrungs- und Meinungsaustausch, das gegenseitige Interesse und den Respekt für einander, die demokratische Streitkultur auf der Grundlage weltanschaulicher Offenheit.
Der Frauenpolitischer Ratschlag unterstützt den internationalen Kampf der Frauen für ihre Rechte und gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Wenn Sie mehr wissen wollen, klicken Sie auf das Plakat.

Zum WAZ-Artikel vom 10.07.2014 „Straßenstrich soll unterbunden werden“nimmt die AUF-Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel Stellung:

Wenn die Stadt Gelsenkirchen sich beschwert, dass die Prostituierten nicht mit dem kommunalen Ordnungsdienst sprechen – dann muss dieser wohl ausbaden, was die Stadtspitze verbockt hat,“ so Monika Gärtner-Engel.

Gärtner-Engel hat selbst die Erfahrung gemacht, dass die Frauen sowohl an der Adenauerallee, als auch an der Münsterstraße offen sprechen, wenn man sich vorbehaltlos und unter Berücksichtigung ihrer Interessen an sie wendet: „Ich habe selber mehrere Stunden mit den Frauen an der Münsterstraße gesprochen – jede einzelne war auskunftsbereit und brachte auch freimütig ihre Forderungen vor. Nur wenn man die Frauen diskriminierend behandelt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie nicht mit einem sprechen!“.

Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl 2014 mit Vertreterinnen und Vertretern politischer Parteien. Wir laden Sie herzlich ein, zuzuhören, mitzudiskutieren und dabei zu sein: 13. Mai 2014 18:30 Uhr im Frauentreff Courage, Ringstraße 71, "Frauen wollens wissen!" Parteien versprechen viel - doch was halten wir Frauen davon? Für welche Frauenpolitik stehen die Parteien? Wie steht's mit Jugend und mit Arbeit, mit Migration, der Gesundheit, Rente, Umwelt? Viele Probleme bedrängen uns ... deshalb prüfen wir genau! Wir haben alle zur Wahl stehenden Parteien auf antifaschistischer Grundlage, aus Gelsenkirchen eingeladen, ihr Programm und ihre Politik vorzustellen und mit dem Publikum zu diskutieren."  Monika Gärtner-Engel, unsere Oberbürgermeisterkandidatin stellt sich dort auch vor.

„Die Straßenprostitution und ihre Auswirkungen erfordern Lösungen – auf jeden Fall! Dazu ist aber viel mehr nötig, als einen Sperrbezirk einzurichten. Diese scheinbare „Lösung“ sehe ich kritisch und glaube nicht, dass damit die Probleme wirklich aus der Welt geschaffen werden. Erstens ist die Frage, wohin die betroffenen Frauen, die Prostituierten sollen, ob nicht eine Wanderungsbewegung ingang gesetzt und die örtliche Situation nur verschoben wird,“ so Martina Reichmann, AUF Gelsenkirchen.