Guenter wagner web KopieNach dem Willen von St. Augustinus, dem neuen Eigentümer, werden die chirurgische und innere Abteilung im St. Josef Hospital in Horst geschlossen und das Krankenhaus wird – nur noch – zu einem „Hingucker“. Die Horster wollen aber in ihr Krankenhaus GEHEN und dort im Notfall chirurgisch oder internistisch behandelt und gegebenenfalls aufgenommen werden! Auch wir Horster Hausärzte sind mit den Schließungen der Abteilungen nicht einverstanden. Wir erleben fast täglich, dass diese Betten gebraucht werden.

Günter Wagner
Hausarzt in Horst

dagmar brettschneider web"Die Pläne zur Zukunft des St. Josef-Hospitals und des Elisabeth-Krankenhauses bedeuten eine spürbare Verschlechterung der stationären Gesundheitsversorgung in unserer Stadt“. Das ist die Meinung von Dagmar Brettschneider, AUF-Vorstandssprecherin und sachkundige Bürgerin im Gesundheitsausschuss. Wegen des aktuellen Umzugs der Chirurgie und später der Inneren Abteilung vom Josefs-Hospital nach Gladbeck hatte sie einen Dringlichkeitsantrag im Gesundheitsausschuss gestellt.
„Die zahlreichen Horster Bürger/innen, die durch ihren engagierten Kampf die Schließung des Hauses Ende 2017 verhindert haben, sehen sich in ihrer Erwartung eines zukunftsorientiertes Konzept schwer enttäuscht“, so Dagmar Brettschneider. „Als Minimallösung erwarten sie die Einrichtung einer Portalklinik im Josefs-Hospital, wie es Mitarbeiter des St. Josef-Hospitals vorschlugen. So könnten hier weiterhin chirurgische und internistische Patienten notfallmäßig versorgt und kurzfristig auch stationär behandelt werden. Auch im Zusammenhang mit der Abteilung für Strahlentherapie ist das sinnvoll. Der massive Abbau internistischer Betten verschlechtert die stationäre Versorgung spürbar“.

Guenter wagner web KopieWenn das keine „frohe Botschaft“ kurz vor den Feiertagen ist!
Günter Wagner, Aktionskomitee zum Erhalt des St. Josef-Hospitals, bekräftigt:
„Wir haben gemeinsam einen großen Sieg errungen. Die Initiative von AUF Gelsenkirchen und Internationalistische Liste/MLPD ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Wir wurden sofort aktiv, als die Hiobsbotschaft von der Schließung bekannt wurde. Für uns keine Frage: Wir tun alles, damit das Krankenhaus im Stadtteil nicht geschlossen wird! Dafür wurde eine große Bandbreite an Aktivitäten von vielen Ideengebern und UnterstützerInnen entfaltet, im Stadtteil und weit darüber hinaus.
Über 3.000 Unterschriften wurden gesammelt, zu einer Bürgerversammlung eingeladen, über 100 Leute zeigten klare Kante bei der Demonstration durch Horst zum St. Josef-Hospital, dem Aufsichtsrat überbrachten wir unsere Forderungen vor Ort, besprachen uns mit dem Bezirksbürgermeister Gill und setzten uns beim Bischof Overbeck ein …

Verabschiedeter Solidaritätsbrief am 25.11.2017 am Tag gegen Gewalt an Frauen von 30 Teilnehmerinnen

Die Zahl der Geburtshilfestationen in NRW-Krankenhäusern ist in den vergangenen Jahren weiter gesunken. Zurzeit gibt es landesweit noch 150 entsprechende Abteilungen. Dabei nimmt die Zahl der Neugeborenen zu - allein 2014 kamen 23000 Säuglinge mehr zur Welt als 2015 mit 738.000. Hier in Gelsenkirchen und unseren Nachbarstädten erleben wir bei steigenden Geburtenzahlen die Schließung von Kreißsälen „ aus wirtschaftlichen Gründen“: St. Josef, St. Barbera in Gladbeck, nun zu Ende des Jahres im EVK.

170329 St Josef

Über 1.700 Menschen haben bisher unterschrieben.

Wenn das St. Josef-Krankenhaus geschlossen wird, bricht die Gesundheitsversorgung ein, Arbeitsplätze werden vernichtet, und Kaufkraft geht verloren.

Die Horster Bürger/innen geben sich mit einer Schließung des Krankenhaus St. Josef auch nach 2019/2020 nicht zu frieden. Sie rufen auf und laden ein: Beteiligen Sie Sich an der Demonstration zum Krankenhaus St. Josef mit anschließender Kundgebung.

Desweiteren werden wir die über 1.700 beglaubigten Unterschriften an die Geschäftsführung der KKEL gGmbH übergeben.

Bezirksbürgermeister Joachim Gill ist als Redner angefragt.

Demonstration zum Krankenhaus St. Josef
Donnerstag, 06.04.2017 · 17.00 Uhr
Treffpunkt: Josef-Büscher-Platz
Kundgebung vor dem Krankenhaus St. Josef