170217 Einladung

24.02.2017 · ab 18.30 Uhr
Bistro im Kultursaal Horster-Mitte
Schmalhorststr. 1 · 45899 Gelsenkirchen

Mehr als 1100 Bürger haben inzwischen mit ihrer Unterschrift den Protest gegen die geplante Krankenhausschließung in GE-Horst unterzeichnet. Sie wollen sich nicht damit abfinden, dass 282 Krankenhausbetten für Gelsenkirchen abgebaut werden. „Diese werden für die ortsnahe stationäre Versorgung dringend benötigt, zumal angesichts der Altersstruktur und der überdurchschnittlich hohen Morbidität. Die Einrichtung eines „Medical Centers“ kann kein Ersatz sein“, so der Allgemeinarzt Günter Wagner aus Horst.
Die Entscheidung der Geschäftsleitung der KKEL stoße auch deshalb auf breite Ablehnung und Protest, weil damit auch ca. 800 Arbeitsplätze vernichtet würden.

Referenten: Dr. Willi Mast & Günter Wagner, Allgemeinmediziner. Die Situation der Krankenhäuser in Gelsenkirchen und insbesondere des St. Josef Krankenhauses

Zu Gast: Eine Delegation der Bürgerinitiative aus Hagen, die seit Monaten für den Erhalt des Elseyer Krankenhaus, kämpft.

Diskussionsleitung: Manuela Reichmann, AUF Vorstandssprecherin

Diskussion: Wie retten wir St. Josef?

Eingeladen ist auch Bezirksbürgermeister Joachim Gill

Initiatoren:

Logo Internationalistische Liste

 

 

Bürgerstatements/UnterstützerInnen:
Karl-Heinz Rotthoff von dem das Bild im Foyer des Krankenhauses stammt und der eine besondere Beziehung zu Dr. Bertram hat, der während der NS-Zeit 17 Jüdinnen vor dem sicheren Tod rettete.

Ich bin gegen die Schließung von St. Josef, weil ...

... wir sonst nicht wissen, wo wir hingehen sollen. Das St. Josef Krankenhaus ist für Horst so wichtig wie die Luft zum Atmen! Ilse Czedzak
... ich als Allgemeinmediziner die Erfahrung mache, im St. Josef für dringende Einweisung Gehör zu finden. Günter Wagner, Allgemeinmediziner in Horst

... hier viele alte Bergmänner wohnen, die die Gesundheit für den Bergbau gelassen haben und jetzt in andere Stadtteile gehen sollen. Das ist ein Unding. Glück AUF! Hans Broda, Rentner

... ich kein Auto habe, bin ich auf das Krankenhaus angewiesen. Hilde Broda, Hartz IV-Empfängerin

... ich ein Krankenhaus im Stadtteil brauche. Gitta Hendricks, 83 jährige Rentnerin

... es ein gut geführtes Traditionshaus in Horst ist, eine Institution mit Geschichte. Hella Wegener

... ich eine wohnortnahe Versorgung für die Familien in Horst unerlässlich finde und es untragbar finde, dass es Gesundheitsversorgung nur noch nach dem Profi tprinzip geben soll! Susanne Wagner, Fotojournalistin

... unsere Gesundheit nicht nach Kosten bemessen werden darf. Karl-Heinz Wittmann, Opelarbeiter

… ich nicht möchte, dass die Putzfrauen im St. Josef ihre Arbeit verlieren. Aurora Rrustja, Putzfrau

… ich nach Horst ins Krankenhaus zu Fuß gehen kann, wenn mal wieder ein Kind ein Loch im Kopf hat. Wie soll ich ohne Auto nach Buer oder Gladbeck fahren? Rike Jacobs, alleinerziehende berufstätige Mutter

... die älteren Leute von Horst unbedingt ein erreichbares Krankenhaus in der Nähe brauchen. Grund: Transportproblematik. Manfred Eilmes, Rentner

… ich mich für die Arbeit als Altenpfl eger interessiere und möchte gern im Pfl egeheim arbeiten. In Heimpfl ege kümmere ich mich um ältere kranke Leute. Abdallah Taan
… ich 3 Kinder und 1 Enkelkind habe. Ich habe kein Auto, wenn ein Unfall oder ein Notfall passiert. Kastriot Rrustja

… alte Menschen, die keinen mehr haben und in der Nähe des Krankenhaus wohnen, auf das Krankenhaus angewiesen sind. Nicole Schipani vom Kultursaal Horster-Mitte

… ich als Gelsenkirchenerin einen weiteren Arbeitsplatzabbau in einer Stadt mit der höchsten Arbeitslosenquote in NRW inakzeptabel finde. Hier geht es um eines der größten Unternehmen. Jeder der 1.000 Arbeitsplätze muss erhalten bleiben – auch für unsere Jugend. Dafür werde ich gerne mitkämpfen. Alleinerziehende berufstätige Mutter

… die Schließung einen massiven Kaufkraftverlust für Horst bedeutet. Etliche Geschäftsinhaber

… das Krankenhaus der größte „Arbeitgeber“ im Stadtteil ist und Gesundheit nicht zur Ware werden darf! Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF Gelsenkirchen

Weitere Unterstützer: Lisa Gärtner, Direktkandidatin Internationalistische Liste MLPD; Willi Handel, Rentner; Dr. Willi Mast, Allgemeinmediziner; Kaveh Pour-Imani; Barbara Strahl-Handel, Hausfrau; Izdihar Taan, Krankenschwester aus Syrien; Michaela Weber, Ergotherapeuthin, Frauenverband Courage