Das war die einstimmige Erklärung der ca. 80 Besuchern der Bürgerversammlung am 24. Februar im Bistro der Horster Mitte. Bereits 1250 Bürger haben die Unterschriftenaktion für den Erhalt von St. Josef unterzeichnet, die von der Internationalistischen Liste/MLPD und AUF initiiert wurde - und täglich werden es mehr. Die Bürgerversammlung zeigte, dass der Protest gegen die Schließung nicht nur die Menschen in GE-Horst bewegt. Viele ältere Teilnehmer/innen der Versammlung waren empört und alle Anwesenden waren entschlossen, einen gemeinsamen Kampf zu entwickeln.

Der Einleitungsbeitrag der Allgemeinärzte Dr. Willi Mast und Günter Wagner erklärte die gesundheitspolitischen Hintergründe und gab viele gute Argumente gegen die Schließung. Seit ca. 15 Jahren werden Bereiche der Daseinsfürsorge – wie das Gesundheitswesen – für internationale Finanzinvestoren geöffnet. Krankenhäuser werden zu Kapitalgesellschaften oder von Finanzkonzernen aufgekauft und müssen nun Profite erwirtschaften. Auch die Träger kirchlicher Krankenhäuser haben sich dieser Logik unterworfen.

Es stieß auf Unverständnis und Wut, wie mit der Schließungsabsicht über die Menschen hinweg gegangen und eine wohngebietsnahe stationäre Gesundheitsversorgung infrage gestellt wird. Der Bettenbedarfsplan muss die Krankheitshäufigkeit und die Altersstruktur berücksichtigen. Viele betonten auch die Bedeutung der rund 700 Arbeitsplätze für Horst.

Einstimmung beschloss die Versammlung, die KKEL aufzufordern, den Beschluss zurückzunehmen. Um den politischen Druck auf die KKEL und auf politische Entscheidungsträger zu erhöhen, werden unter anderem weitere Unterschriften gesammelt, weitere Multiplikatoren gewonnen und eine Demonstration vorbereitet. Wer sich an Aktivitäten beteiligen will oder mehr Informationen möchte, kann sich gerne an den Mitinitator Günter Wagner wenden, Hausarztpraxis Schmalhorststr. 1c, Tel. 31 939 21, email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.