dagmar brettschneider web"Die Pläne zur Zukunft des St. Josef-Hospitals und des Elisabeth-Krankenhauses bedeuten eine spürbare Verschlechterung der stationären Gesundheitsversorgung in unserer Stadt“. Das ist die Meinung von Dagmar Brettschneider, AUF-Vorstandssprecherin und sachkundige Bürgerin im Gesundheitsausschuss. Wegen des aktuellen Umzugs der Chirurgie und später der Inneren Abteilung vom Josefs-Hospital nach Gladbeck hatte sie einen Dringlichkeitsantrag im Gesundheitsausschuss gestellt.
„Die zahlreichen Horster Bürger/innen, die durch ihren engagierten Kampf die Schließung des Hauses Ende 2017 verhindert haben, sehen sich in ihrer Erwartung eines zukunftsorientiertes Konzept schwer enttäuscht“, so Dagmar Brettschneider. „Als Minimallösung erwarten sie die Einrichtung einer Portalklinik im Josefs-Hospital, wie es Mitarbeiter des St. Josef-Hospitals vorschlugen. So könnten hier weiterhin chirurgische und internistische Patienten notfallmäßig versorgt und kurzfristig auch stationär behandelt werden. Auch im Zusammenhang mit der Abteilung für Strahlentherapie ist das sinnvoll. Der massive Abbau internistischer Betten verschlechtert die stationäre Versorgung spürbar“.

Nun steht mit dem vorliegenden Konzept auch die Zukunft des Elisabeth-Krankenhauses auf dem Spiel. Die Konzentration zu einem geriatrischen Zentrum in Horst kann sinnvoll sein in Verbindung mit einer Portalklinik und Kurzliegerbetten. Aber statt Ausbau notwendiger psychiatrischer Behandlungsplätze soll nun auch die Psychiatrie vom Elisabeth- Krankenhaus komplett nach Horst umziehen? Wo bleibt die angesprochene Erweiterung der psychiatrischen Ambulanz? Die Tagesklinik für Suchtpatienten? Eine Reduzierung der Psychiatrie ist absolut inakzeptabel angesichts der großen Defizite und Wartezeiten in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung.

Hier geht es offensichtlich um Gelder aus dem Strukturfonds der Landesregierung. Dazu ist Bettenabbau eine Voraussetzung – ohne die Rücksicht auf den tatsächlichen Bedarf und auf die Erfordernisse einer guten und gründlichen Versorgung, Das ist nicht zu akzeptieren. Die Bürger als auch Mitarbeiter müssen gefragt und in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Zur Zukunft des Horster Krankenhauses laden AUF und das Internationalistische Bündnis alle Interessierten zu einer Bürgerversammlung ein: Fr. 13.4. um 18.30 Uhr im Bistro der Horster Mitte, Schmalhorststr. 1c.