(Bericht aus dem Ausschuss für Gesundheit und Verbraucherschutz vom 10.3.2016, Dagmar Brettschneider)

hospital 423751 640Das war gemeinsamer Tenor über alle Parteien hinweg. Der Krankenhausrahmenplan der Landesregierung sieht einen weiteren Abbau von Krankenhausbetten vor, eigentlich sollte er in 2016 schon umgesetzt sein. Aber die Wirklichkeit widerspricht vehement den Planungen, referierte Herr Herdt von der Ärztekammer Westfalen - Lippe. In Gelsenkirchen liegt die Auslastung der Betten schon bei 86,2%( im NRW Durchschnitt bei 76,1%). Das heißt für die Gelsenkirchener: es kann passieren, das ein Rettungswagen von einem Krankenhaus zum andern geschickt wird, z.B. wenn in der Leitstelle noch ein freies Bett gemeldet wurde, aber schon während der Meldung durch eine notwendige Akutaufnahme aus der Ambulanz belegt wird.

Ich stelle hiermit einen Dringlichkeitsantrag für die Ausschusssitzung Gesundheit und Verbraucherschutz am 28.1.2016.
Betrifft: Krankenhausbedarfsplan
Aktuell wurde heute in der Tageszeitung (WAZ) von der Bedrohung der Urologischen Betten bzw. der Schließung der Station vom Bergmannsheil - Buer berichtet. Das würde eine sehr erhebliche Verschlechterung von hunderten bisher behandelten Patienten bedeuten, vor allem im Stadtnorden. Zur Diskussion steht weiterer Bettenabbau in Gelsenkirchener Krankenhaus , wie aus dem Artikel zu erfahren ist. Das sollte im Ausschuss unbedingt diskutiert werden im Sinne vom Erhalt aller stationären Betten.

Mit freundlichen Grüßen ,
Dagmar Brettschneider

Gelsenkirchen Bergmannsheil Buer

AUF stellte zum Gesundheitsausschuss am 28.1.16 einen Dringlichkeitsantrag zur Tagesordnung- gegen Bettenabbau an Krankenhäusern- hier: Urologie Betten im Bergmannsheil.

Hintergrund ist der Krankenhausrahmenplan der Landesregierung, der einen Bettenabbau in NRW von 9 % an Krankenhäusern vorsieht. In Gelsenkirchen/Bottrop und Gladbeck wollen die Krankenkassen insgesamt 111 Klinikbetten streichen. Frau Welge informierte, dass schon jetzt 86.2% Bettenauslastung in Gelsenkirchen besteht - enorm hoch und riskant, weil eine Bettenauslastung von über 90% einen Anstieg der Todesfälle wegen geringerer Möglichkeit einer guten Versorgung mit sich bringt. Diese hohe Arbeitsbelastung kann jeder im Gesundheitswesen Beschäftigte nur bestätigen! Und nicht nur das die stationäre Versorgung sich enorm verschlechtern würde – es bedeutet auch erneut ein Abbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen!
Einstimmig beschloss der Gesundheitsausschuss sich gegen den Bettenabbau auszuspprechen, hier speziell in der Urologie.

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Am 23. Dezember wurden an die 100 liebevoll gepackte Weihnachtspäckchen an Flüchtlingskinder aller Altersklassen überreicht, die derzeit mit ihren Eltern in der Emscher-Lippe Halle leben. Spielsachen, Winterkleidung, Süßigkeiten und viele andere Dinge bis hin zu Äpfeln und Orangen wurden mit großer Begeisterung und Freude ausgepackt.

Die meisten der Kinder kannten die Bedeutung des Weihnachtsfests noch gar nicht, was ihrer spontanen Freude natürlich keinen Abbruch tat.

Das überparteiliche Personenwahlbündnis AUF Gelsenkirchen hatte die Initiative für diese Weihnachtspäckchen-Aktion ergriffen nach dem Motto: auch Maria, Josef und Jesus waren ja Flüchtlinge. Unabhängig davon hatte die Astrid-Lindgren-Schule in Erle dieselbe Idee und hatte zahlreiche Weihnachtspäckchen in Schuhkartongröße gesammelt und bei der Emscher-Lippe-Halle abgegeben. So konnte ein schönes Zeichen gesetzt werden für eine herzliche und solidarische Willkommenskultur hier in Gelsenkirchen.

Wir bedanken uns auf diesem Weg bei allen Spendern und Helfern für die tatkräftige Unterstützung und bei der Stadt Gelsenkirchen und dem Einrichtungsleiter Herrn Schmelting für die gute Beratung und Zusammenarbeit.

Am 17.12.2015 berichtete die WAZ "Die Familie Lala soll bleiben".

Dazu schrieb Martina Reichmann folgenden Leserbrief:

"Danke an Frau Ansahl für diesen Artikel! Ich wünsche mir, dass viele Menschen Mut fassen und gegen die unsägliche Abschiebepolitik aufstehen. Gelsenkirchen hat bisher eine sehr engagierte Flüchtlingshilfe gesetzt. Zeigen wir auch jetzt gemeinsam Flagge dagegen, dass Menschen über Nacht abgeschoben werden.
Abschiebungen sind längst Realität und machen betroffen. Wie eine junge Lehrerin an einer Gelsenkirchener Gesamtschule mir letzte Woche berichtete. Da kommt ein Mädchen aus ihrer Klasse morgens unerwartet nicht zur Schule, sie fragt sich, ob sie krank ist, ruft vergeblich an. Erfährt bestürzt, die Familie ist abgeschoben. "Man kann das oft alles gar nicht so nah an sich heranlassen, das belastet unheimlich", sagt sie mir.
Familien wie die Lalas und viele weitere leben in großer Sorge. Das ist die erschreckende Wirklichkeit hinter der Maske der "Willkommenskultur" der Bundesregierung. Die Unterscheidung in "Wirtschaftsflüchtlinge" und "Kriegsflüchtlinge" wird gemacht, um eine unmenschliche Abschiebepraxis zu rechtfertigen. Von wegen "sichere Herkunftsländer". Die Bundesregierung und EU haben mir ihrer Außen- und Wirtschaftspolitik in den 1990ern wesentlich dazu beigetragen, dass in den Balkanländern solche Zustände herrschen. Sie sind für die Folgen dieser Politik verantwortlich."