UPDATE: Es gibt eine Online-Petition dazu hier.

Aktiv werden gegen drohende Abschiebung

Die albanische Familie Lala ist von Abschiebung bedroht. „Verkehrte Welt“, so kommentiert es am 17.12.2015 Inge Ansahl, sie berichtet in der WAZ Gelsenkirchen über das unsichere Schicksal, die Ungewissheit und Sorgen. Aber sie sind nicht allein. Mit ihnen werden viele unterschiedliche Menschen aktiv, was auch von AUF unterstützt wird.

Diese Familie ist eine von vielen. Dieser menschenverachtenden Abschiebepolitik müssen wir in Gelsenkirchen entschiedenen Widerstand entgegensetzen. Hier muss es heißen: einer für alle und alle für einen! Schaffen wir eine neue Kultur der internationalen Solidarität in Gelsenkirchen.

Die ersten 200 Unterschriften für das Bleiberecht der Familie Lala sind gesammelt, Spenden für die Rechtsanwaltskosten werden gebraucht.
Die Unterschriftenliste des Freundeskreises „Familie Lala soll bleiben“ kann hier herunter geladen werden.

Der Ausschuss traf sich in der Kantine des Hygieneinstituts.

Bürgerschaftliche Initiativen gab es keine.

TOP 2. Vorstellung der Laborbetriebsgesellschaft Dr. Dirkes-Kersting & Kirchner mbH durch Frau Dr. Dirkes-Kersting, Labor-Medizinerin

Ca. 300 Mitarbeiter hat das Hygieneinstitut, davon 200 Medizinisch-Technische Assistenten (MTAs), der Betrieb ist hauptsächlich „Weiblich“. Das Labor versorgt Kliniken, niedergelassene Ärzte und wurde stets auch neuesten technischen Stand gebracht (modernste Laborstrasse in Europa). Es besteht aus der humanmedizinischen Abteilung und einem Labor für Boden, Luft- und Wasseruntersuchungen. Eine Ausbildung zur MTA wurde 1974 aufgegeben, weil Zuschüsse der Landesregierung für Ausbildungen wegfielen (dreijährige Ausbildung). In Gelsenkirchen gibt es keine MTA Schule mehr, an der Westfälischen Hochschule GE den aufbauenden Studiengang zum Bachelor.

Auf der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales und Arbeit (ASA) am 11.3.15 stand auch der gemeinsame Antrag von LINKE, Piraten und AUF für eine umfassende Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge und Asylsuchende entsprechend dem „Bremer Modell“. Bremen und Bremerhaven waren die ersten Kommunen, die schon 1993 ein umfassendes Konzept zur Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge und die Krankversicherten-Chipkarte für Flüchtlinge einführten. Mit einer solchen Chipkarte haben Flüchtlinge einen direkten Zugang zu den gesetzlichen Leistungen der Krankenkassen, müssen nicht wie bisher vor jedem Arztbesuch einen Antrag stellen. Das spart Zeit, die bei schweren Krankheiten oft eine wichtige Rolle spielt und Flüchtlinge werden nicht stigmatisiert. Die Erfahrungen u.a. in Bremen und Hamburg zeigen, dass sich durch die Einführung der Krankenkassenkarte auch administrative Kosten in erheblichen Umfang in den Kommunen einsparen lassen. Eine durchweg gute Sache, womit man auf offene Ohren bei der Stadtverwaltung und bei den Mitgliedern des ASA stoßen müsste.