Dass Herr Gill sich als Bezirksbürgermeister Joachim Gill gegen die Schließung wendet, finde ich gut und genau richtig. Aber die Schließung sehe ich nicht als alternativlos. Ist nicht das Zeichen der Zeit der Protest und die Verhinderung der Schließung, wie sie vom Aufsichtsrat der KKEL beschlossen wurde? Folgenutzung hört sich für mich so an, als wäre schon alles gelaufen. Als Bezirksbürgermeister sehe ich die Verantwortung von Herrn Gill darin, viele Menschen im Stadtteil für die Rettung des Krankenhauses zu gewinnen und nicht eine Niederlagenstimmung zu verbreiten. Dafür ist JETZT meiner Meinung nach der Moment. Es gibt bestimmt viele, die sich mit dafür engagieren, in der Bevölkerung, im Einzelhandel und bei den Beschäftigten des St. Josef-Hospitals.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Berichterstattung
Martina Reichmann

Guenter wagner web KopieDie drohende Schließung des St. Josef Hospitals in Horst – eine „schöne“ Bescherung, die uns Horstern in der Vorweihnachtszeit aufgetischt wird. Das Horster Krankenhaus muss bleiben! Dieser Forderung stimmen die meisten Horster zu, da bin ich mir sicher. Ich halte es schon für dreist, dass jetzt Dr. Meckenstock, der Chefarzt der Onkologie, an der Schließung schuld sein soll. Erst gibt man keine Sicherheit über den Erhalt des St. Josef Krankenhauses und wenn dann einer selbst geht, wird ihm die Schuld zugeschoben. Da sind doch die Tatsachen auf den Kopf gestellt. Aus Gewinnsucht sollen laut Krankenhausbedarfsplan 10.000 Betten abgebaut werden. Ich sehe in Horst kein „Überangebot“ von Krankenhäusern. Es gibt nur eines und dieses muss erhalten bleiben mit allen seinen Abteilungen für die Wohnort nahe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.

Günter Wagner, Hausarzt in Horst

 

161216 St JosefIch (Dagmar Brettschneider) stelle hiermit den Antrag auf den TOP für die nächste Ausschusssitzung Gesundheit und Verbraucherschutz
„Sachstandsbericht, Diskussion und Schritte zur Verhinderung der Schließung des St. Josef-Hospitals in Horst“
Begründung: Die angekündigte Schließung des St. Josef Krankenhaus in Horst kann für eine stadtteilnahe und adäquate Versorgung nicht hingenommen werden, sie würde massive Verschlechterungen für die Behandlung von Patienten bedeuten. Gleichzeitig ist das Krankenhaus großer Arbeitgeber und kann der Verlust weiterer Arbeitsplätze in Gelsenkirchen nicht hingenommen werden. Wie der Ausschuss sich schon zum Erhalt der Urologie Bergmannsheil einmütig für den Erhalt ausgesprochen hatte, sollte er sich jetzt ebenso gegen die drohende Schließung des St. Josef-Hospitals positionieren.

Leserbrief zur Diskussion und zum WAZ Artikel „St. Josef Hospital droht die Schließung“ - WAZ vom 13.12.2016

Das Krankenhaus in Horst muss bleiben, als allererster Ausgangspunkt!

Die Schließung von 10.000 Betten mit dem "Krankenhausbedarfsplan" - welcher Bedarf wird da denn zugrunde gelegt?! Ich vermisse eine differenzierte Sicht und Planung, orientiert daran, was die Bevölkerung wirklich will und benötigt! Wir haben doch bundesweit eine marodes Planungsregime, diktiert von der Deckelung im Gesundheitswesen, von Fallpauschalen, aber auch von winkenden Gewinnen. Das Gesundheitswesen fungiert als profitabler Markt - mit Krankenhausketten wie Helios, Sana, Asklepios, und die Pharmaindustrie mit ihren Megaprofiten werden aus der Schusslinie genommen. Das wird ausgetragen auf dem Rücken der Beschäftigten, Patienten und Angehörigen.

Ich habe als Krankenschwester auf einer Intensivstation selbst einiges erlebt - Übernahme von Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Hirnblutungen werden zur Zitterpartie, ob ein Behandlungsplatz da ist. Kranke werden durch die Städte gekarrt auf der Suche nach einem freien Bett . Krankenhäuser werden - auch aus anderen Städten - angefahren, obwohl sie für Notfälle abgemeldet sind. Intensivstationen können aus Personalgründen die vorhandenen Betten nicht nutzen. Da muss sich was ändern, in der Tat!

Ich möchte das Personal im St. Josef-Hospital ermutigen, der eigenen Meinung und Erfahrung zu vertrauen, sich kein X für ein U vormachen zu lassen sich zusammen zu schließen, um für die Arbeitsplätze zu kämpfen. Das ist der beste Dienst am Patienten.

Martina Reichmann

Eine vollkommen richtige Entscheidung von Stefanie Blom und Björn Schwiderowski sich nicht für dieses Grundstück am Westfalenplatz 5 in der Resser Mark zu entscheiden. Das „Traumgrundstück“ hätte sich auf Dauer schnell zu einem „Alptraum“ entwickeln können. Das dann noch mit dem Preis seitens der Stadt runter gegangen wird klingt für mich so wie „Hauptsache weg mit dem Problemgrundstück“. Das Gelände muss „gründlich“ auf Kosten der Verursacher saniert werden. Und dann noch diese Aussage: „Dass das Grundwasser durch wasserlösliche PAK verunreinigt sein könnte, kann Ruppel zwar nicht völlig ausschließen, hält es jedoch für „eher unwahrscheinlich.“ Was bedeutet das für die Anwohner in der näheren Umgebung und deren Grundstücke, dem nahegelegenen Kinderspielplatz, unserem Trinkwasser? In Gelsenkirchen gibt es da so einige Grundstücke (z.B. ehemaliges Kokerei-Gelände in GE - Hassel), die ich äußerst bedenklich finde. Auch wenn angeblich „Grenzwerte“ eingehalten werden, bedeutet selbst das eine permanente Belastung der Umwelt, der Menschen, des Nervensystems mit gesundheitsschädlichen Stoffen. Das ist unverantwortlich, widerspricht der Fürsorgepflicht und darf auch nicht hingenommen werden.

Eckehard Osimitsch