UnderwaterDie Bäder sind ein unverzichtbares Stück Lebensqualität und von einem in Zahlen nicht zu fassenden Wert. Bäder sind keine "Verlustbringer", wie sie bilanziell betrachtet oft genannt werden, sondern eine notwendiges Herzstück einer Stadt.
Schon 2014 wurde darüber berichtet, dass ein externes Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Wo ist das? Warum wird das nicht öffentlich bekannt gemacht? Die Flut an Leserbriefen zeigt doch, dass das von großem öffentlichen Interesse ist. Wann wird das in der Politik und vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert? Ich habe große Bedenken, dass hinter verschlossenen Türen Fakten vorbereitet werden. Die offensichtliche "Verschlusssache Bädergutachten" lässt einen nichts Gutes ahnen.
Wir müssen nicht darüber reden, ob dieses oder jenes Bad geschlossen werden soll. Wir müssen etwas dafür tun, dass die Bäder erhalten werden, ihre Bausubstanz verbessert, energetische Maßnahmen ergriffen werden, plus ein Programm zur Attraktivitätssteigerung.

Volkshaus Rotthausen

Team von Prof. S. Geiss will Nutzungskonzept zum Volkshaus Rotthausen entwickeln

Endlich hat die Verwaltung auf die Forderung nach einem neuen Nutzungskonzept für das Volkshaus Rotthausen reagiert. Ein Team um Prof. S. Geiss von der Alana-Hochschule wurde vor einem halben Jahr damit beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten. Inzwischen ist einiges in Gang gekommen. In vielen Gesprächen mit Rotthauser Vereinen und Organisationen werden Ideen für eine künftige Nutzung für allem des Festsaals entwickelt, die in einem Testlauf im Mai 2016 erprobt werden sollen.

TOP: mündlicher Bericht zum zukünftigen Umgang mit den im Eigentum des BLB befindlichen Immobilien in Gelsenkirchen

(BLB: Bau-und Liegenschaftsbetrieb NRW)
Durch eine Gesetzesänderung haben die Kommunen kein Vorkaufsrecht mehr. Im Kern zielt die Gesetzesänderung darauf, dass für die Immobilien ein möglichst hoher Preis erzielt wird. Gibt es mehr als einen Bieter, so erhält der den Zuschlag, der den höchsten Preis bietet.

TOP: 14-20/1100 Beschlussvorlage Bebauungsplannummer 421

Aufstellungsbeschluss Munckelstraße/Overwegstraße
Dabei geht es um die Erweiterung des evangelischen Krankenhauses und einer neuen Verkehrsführung der Overwegstraße. Das gesamte Gebiet ist dicht bebaut. Meiner Meinung nach können wir diesem Bebauungsplan zustimmen. Die Entscheidung liegt beim Rat am 26.3.2015.

Schwimmerin mit Kind

Schwüle Tage machen Lust auf den Sprung ins kalte Wasser. Damit es auch so bleibt, heißt es jetzt schon: AUFgepasst!

Was für die einen ein unverzichtbares Stück Lebensqualität ist, wird in Zusammenhang mit der Bilanz der Stadtwerke Gelsenkirchen als "Verlustbringer" tituliert. Für den Bereich Sportparadies /Bäder ist ein externes Gutachten in Auftrag gegeben worden, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke, Klaus Haertel. "Auf dieses Gutachten warte ich schon gespannt. Wenn ich die Worte 'mögliche "Umstrukturierungsmaßnahmen' höre, schrillen bei mir die Alarmglocken", so Martina Reichmann von AUF Gelsenkirchen.

Wir dokumentieren einen Leserbrief von Ulja Serway, sachkundige Einwohnernin im Ausschuß für Soziales und Arbeit für AUF Gelsenkirchen, an die WAZ.

An
die WAZ Gelsenkirchen und Buer

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um den Abdruck meines Leserbriefs zum Thema Flüchtlinge

Der Begriff „Wirtschaftsflüchtlinge“ ist völlig fehl am Platz, demagogisch und diskriminierend. Die Menschen – auch aus dem Kosovo - fliehen aus größter Not und Elend. 45 Prozent leben im Kosovo in absoluter Armut mit weniger als 1,42€ am Tag. Die Arbeitslosigkeit wird bei Jugendlichen auf 70% geschätzt. Die Menschen wollen nicht ein besseres Leben, sie wollen schlicht überleben.Viele würden gerne hier arbeiten, dürfen es aber durch die hiesigen Arbeitzgesetzregelungen nicht. Auch wenn ich Flucht allgemein für keine Lösung der Probleme halte und Verfechter bin, in dem Land wo man lebt um bessere Lebensbedingungen zu kämpfen, sind die Beweggründe berechtigt und mehr als verständlich. Ich unterstütze die Aussagen des deutschen Städtetagspräsidenten Herrn Maly, dass in Deutschland genug Ressourcen zur Aufnahme von Flüchtlingen vorhanden und die Kosten komplett aus den normalen Steuereinnahmen zu finanzieren seien. Die Kommunen werden allerdings finanziell über Gebühr belastet. Landes- und Bundesregierung müssen mehr in die Pflicht genommen werden. Von den jeweils 108 Mio € mehr, die das Land NRW im Jahr 2015 und 2016 für Flüchtlingskosten bekommt, gibt es bisher jeweils nur 54 Mio € an die Kommunen weiter. Die Ursachen für die weltweiten Flüchtlingsströme müssen bekämpft werden und nicht die Flüchtlinge!

Mit freundlichen Grüßen
Ulja Serway