Altes SchwimmbadImmer noch ist das Bäderkonzept als solches unter Verschluss. „Aber: Als einen Erfolg unserer Arbeit in AUF sehe ich, dass jetzt wenigstens einige wichtige
Anhaltspunkte für die Zukunft der Bäder veröffentlicht wurden. Na also!“ so Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF Gelsenkirchen. „Für den Hauptausschuss am 18.2.2016 habe ich einen Sachstandsbericht Bäderkonzept beantragt. ‚Zufällig‘ hat die Stadtverwaltung jetzt eine Mitteilungsvorlage veröffentlicht. Ich finde es empörend, dass das Konzept schon am 23.9.2015 dem Aufsichtsrat der Stadtwerke vorgestellt wurde, die Öffentlichkeit, der Rat aber außen vor gehalten wurde. Es geht hier um eine elementare Substanz in der Lebensqualität in Gelsenkirchen – und dafür ist der Rat der Stadt zuständig!

„ Noch keine Entscheidung in Sachen Bäder getroffen. Diese Äußerung von Herrn Köllmann als Vorsitzender der Stadtwerke Gelsenkirchen SG vom 1.2.2016 finde ich doch bemerkenswert“, so Martina Reichmann.

„Er versichert, es sind noch keine Entscheidungen in Sachen Bäder gefallen. Hhmm ...

Das – noch streng unter Verschluss gehaltene – Bädergutachten hat also 'nur' einen „Ideal-Zustand“ ermittelt. Und die Stadtwerke-Führung arbeitet jetzt an Modellen mit dem Ziel, diesen „Ideal-Zustand“ möglichst nahe zu kommen.

Nur: wenn noch keine Fakten geschaffen oder ins Auge gefasst sind, ja warum werden Guthaben und Überlegungen dann nicht offen auf den Tisch gelegt? Teure Gutachten, langes Schweigen ... so etwas bringt mich nach allen Erfahrungen schwer ins Grübeln.

Und: wie soll man sich unter diesem „Ideal-Zustand“ vorstellen? Ohne das Bädergutachten zu kennen, wie gesagt, stelle ich mir vor, wie dieser „Ideal-Zustand“ vielleicht aussehen könnte:

Dass am Ende nur zwei Bäderstandorte übrig bleiben? Ein Bad - mit langer Anfahrt für alle entfernt Wohnenden? Ein Freibad, an welchem Standort? Ein Schwimmbad für den Schulbetrieb? Darin liegen meine größten Sorgen. Wenn Kinder mit dem Shuttle-Bus weite Anfahrten haben, die reale Schwimmzeit sich auf ein Minimum verkürzt, würde das Schulschwimmen eher pro Forma vorgehalten. Mit Sicherheit keine guten Zukunftsaussichten!

Die Fakten müssen auf den Tisch, und die Beratung auf politischer und öffentlicher Ebene eröffnet werden! Für ein weiter lebenswertes GE.

Alle Karten auf den Tisch!

Seit Wochen entfaltet sich eine heftige Auseinandersetzung in der WAZ zur Zukunft der Gelsenkirchener Bäderlandschaft. Im Hintergrund existiert ein externes Gutachten zu dieser Thematik. Von Anfang an war dieses Gutachten mit einer Aura des Geheimnisvollen umgeben. Nun liegt es seit November 2015 vor – und niemand, der nicht gerade im erlauchten Kreise der unmittelbaren Adressaten ist, weiß Näheres darüber!

Das führte zu einer Anfrage an den Oberbürgermeister in der Sitzung des Hauptausschusses am 19.11.2015 von Herr Akyol/ WIN, dass den Ratsmitgliedern vom
Oberbürgermeister das Gutachten zur Verfügung gestellt wird. Das erfolgte bisher nicht! Offenbar ist das Papier so brisant, dass man es erstmal im Hintergrund hält.
"Ich fordere den Oberbürgermeister auf, alle Ratsmitglieder und die Öffentlichkeit zu informieren über das, was in dem Papier steht und hierüber an Optionen diskutiert wird. Es wäre nicht einzusehen, wenn wieder einmal Zehntausende Euro für ein externes Gutachten ausgegeben werden, das nachher massiv die Interessen der Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener beschneidet und die Bäderlandschaft demontiert“, so Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von AUF.

Nach Ansicht von AUF Gelsenkirchen gehört die Bäderlandschaft nicht abgebaut, sondern in erster Linie ein mächtiger Investitionsstau aufgelöst: Schwimmbäder, Lehrschwimmbecken – alle diese Bereiche bedürfen wichtiger Erneuerung. Die finanziellen Ressourcen dazu gäbe es aus Geldern des Kommunalinvestitions-Förderungsgesetzes (KInvFG). Das beantragte Monika Gärtner-Engel ausdrücklich bei der Beratung der entsprechenden Vorlage.

UnderwaterDie Bäder sind ein unverzichtbares Stück Lebensqualität und von einem in Zahlen nicht zu fassenden Wert. Bäder sind keine "Verlustbringer", wie sie bilanziell betrachtet oft genannt werden, sondern eine notwendiges Herzstück einer Stadt.
Schon 2014 wurde darüber berichtet, dass ein externes Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Wo ist das? Warum wird das nicht öffentlich bekannt gemacht? Die Flut an Leserbriefen zeigt doch, dass das von großem öffentlichen Interesse ist. Wann wird das in der Politik und vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert? Ich habe große Bedenken, dass hinter verschlossenen Türen Fakten vorbereitet werden. Die offensichtliche "Verschlusssache Bädergutachten" lässt einen nichts Gutes ahnen.
Wir müssen nicht darüber reden, ob dieses oder jenes Bad geschlossen werden soll. Wir müssen etwas dafür tun, dass die Bäder erhalten werden, ihre Bausubstanz verbessert, energetische Maßnahmen ergriffen werden, plus ein Programm zur Attraktivitätssteigerung.

Volkshaus Rotthausen

Team von Prof. S. Geiss will Nutzungskonzept zum Volkshaus Rotthausen entwickeln

Endlich hat die Verwaltung auf die Forderung nach einem neuen Nutzungskonzept für das Volkshaus Rotthausen reagiert. Ein Team um Prof. S. Geiss von der Alana-Hochschule wurde vor einem halben Jahr damit beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten. Inzwischen ist einiges in Gang gekommen. In vielen Gesprächen mit Rotthauser Vereinen und Organisationen werden Ideen für eine künftige Nutzung für allem des Festsaals entwickelt, die in einem Testlauf im Mai 2016 erprobt werden sollen.