160531 Günter WagnerLeserbrief zu „Ein kurvenreicher Kandidatenweg“, WAZ vom 26.05.2016

 Vor der Wahl zum Sozialdezernenten sollte Herr Wolterhoff, bisher parteilos, in die CDU eintreten. Das war der Wille von Herrn Oliver Wittke, Kreisvorsitzender der CDU, berichtete die WAZ am 26.05.2016. Ein abstoßender Deal. Es spricht für Herrn Wolterhoff, dass er auf diesen Deal – Parteibuch für Karriere – nicht eingegangen ist. Allerdings erhellt dies schlaglichtartig das Politikverständnis von Herrn Wittke: Politik zum eigenen, persönlichen Vorteil. Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung verabscheut eine solche eigensüchtige Politik. Wer sachbezogene Politiker sucht, die sich prinzipienfest an den Interessen der Bevölkerung orientieren, der ist bei AUF Gelsenkirchen herzlich willkommen.

Günter Wagner, sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen

willi mast web KopieMonatelang haben zahlreiche Rotthauser Bürger, Vereine, unterstützt durch die Arbeitsgruppe um Prof. Geiss, Ideen entwickelt wie man das Volkshaus wieder zu einem sozialen und kulturellen Anziehungspunkt machen kann. Da ist es befremdlich und etwas traurig, wenn sich jetzt einzelne Anwohner – noch dazu anonym - zu Wort melden und Lärm- und Parkplatzbedenken ins Feld führen. Es ist doch vielmehr eine große Chance für die Erneuerung und für mehr Lebensqualität im Stadtteil.
Nein, das Volkshaus ist baulich nicht „gefährdet“ und der Probelauf wird auch den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden. Auch genug Parkplätze gibt es in der Umgebung des Hauses. Und - wer in die Umgebung eines „Volkshauses“ gezogen ist, muss sich doch im Klaren sein, dass da auch “Volk“ sein wird und ab und zu etwas Lärm. Gegebenenfalls sind ja Auflagen möglich sind.
Zusammen mit vielen Rotthausern bin ich sehr gespannt auf das wunderbare, vielseitige Programm im Mai. Alle sind eingeladen, „ihr“ Volkshaus wieder zu besuchen, kennen zu lernen, mitzumachen und diesen Testlauf zum Erfolg zu machen.

Mit freundlichem Gruß

W. Mast

Am 1. März fand im Volkshaus eine gut besuchte Veranstaltung statt. Es ging um die Vorstellung des geplanten „Testbetriebs Volkshaus“. Im Mai soll in einer Vielzahl von ganz unterschiedlichen Veranstaltungen gezeigt werden: Das Volkshaus Rotthausen hat ein großes Potential, um mit einem neuen Nutzungs- und Renovierungskonzept wieder zu einem lebendigen, sozialen und kulturellen Zentrum im Stadtteil und darüber hinaus zu werden.

Prof. S. Geiss hatt mit einer Arbeitsgruppe von Studenten in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche geführt mit Rotthauser Vereinen und vielen Aktivisten und Kulturschaffenden aus dem Stadtteil und darüber hinaus. Es war die Grundidee, mit der AUF Gelsenkirchen im Sommer 2014 erstmals zu einem runden Tisch Volkshaus eingeladen hatte und mit der dann eine Arbeitsgruppe des Rotthauser Netzwerks aktiv wurde.

Altes SchwimmbadImmer noch ist das Bäderkonzept als solches unter Verschluss. „Aber: Als einen Erfolg unserer Arbeit in AUF sehe ich, dass jetzt wenigstens einige wichtige
Anhaltspunkte für die Zukunft der Bäder veröffentlicht wurden. Na also!“ so Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF Gelsenkirchen. „Für den Hauptausschuss am 18.2.2016 habe ich einen Sachstandsbericht Bäderkonzept beantragt. ‚Zufällig‘ hat die Stadtverwaltung jetzt eine Mitteilungsvorlage veröffentlicht. Ich finde es empörend, dass das Konzept schon am 23.9.2015 dem Aufsichtsrat der Stadtwerke vorgestellt wurde, die Öffentlichkeit, der Rat aber außen vor gehalten wurde. Es geht hier um eine elementare Substanz in der Lebensqualität in Gelsenkirchen – und dafür ist der Rat der Stadt zuständig!

„ Noch keine Entscheidung in Sachen Bäder getroffen. Diese Äußerung von Herrn Köllmann als Vorsitzender der Stadtwerke Gelsenkirchen SG vom 1.2.2016 finde ich doch bemerkenswert“, so Martina Reichmann.

„Er versichert, es sind noch keine Entscheidungen in Sachen Bäder gefallen. Hhmm ...

Das – noch streng unter Verschluss gehaltene – Bädergutachten hat also 'nur' einen „Ideal-Zustand“ ermittelt. Und die Stadtwerke-Führung arbeitet jetzt an Modellen mit dem Ziel, diesen „Ideal-Zustand“ möglichst nahe zu kommen.

Nur: wenn noch keine Fakten geschaffen oder ins Auge gefasst sind, ja warum werden Guthaben und Überlegungen dann nicht offen auf den Tisch gelegt? Teure Gutachten, langes Schweigen ... so etwas bringt mich nach allen Erfahrungen schwer ins Grübeln.

Und: wie soll man sich unter diesem „Ideal-Zustand“ vorstellen? Ohne das Bädergutachten zu kennen, wie gesagt, stelle ich mir vor, wie dieser „Ideal-Zustand“ vielleicht aussehen könnte:

Dass am Ende nur zwei Bäderstandorte übrig bleiben? Ein Bad - mit langer Anfahrt für alle entfernt Wohnenden? Ein Freibad, an welchem Standort? Ein Schwimmbad für den Schulbetrieb? Darin liegen meine größten Sorgen. Wenn Kinder mit dem Shuttle-Bus weite Anfahrten haben, die reale Schwimmzeit sich auf ein Minimum verkürzt, würde das Schulschwimmen eher pro Forma vorgehalten. Mit Sicherheit keine guten Zukunftsaussichten!

Die Fakten müssen auf den Tisch, und die Beratung auf politischer und öffentlicher Ebene eröffnet werden! Für ein weiter lebenswertes GE.