„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen - der Spruch des römische Philosophen Seneca passt dieser Tage auf Gelsenkirchen. Die Öffnung vieler Grünflächen – von der Bevölkerung ersehnt, von der Stadtverwaltung immer weiter hinausgeschoben. Wie lange noch?“ fragt Martina Reichmann, für AUF im Betriebsausschuss Gelsendienste.

Von Linken, Piraten und AUF eingebracht in den Rat

Ein nicht zu unterschätzendes Signal setzte der Gelsenkirchener Stadtrat mit dem Beschluss, auf Grund der weitreichenden Gefährdungen für Natur und Menschen Fracking abzulehnen. "Insbesondere dass die Abstimmung einstimmig war, könnte gute eine Grundlage sein für weiteres und gemeinsames Engagement in Gelsenkirchen,“ freut sich Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel (AUF). Dies ist mehr als notwendig. Wird doch die Verhinderung von Fracking nur möglich sein durch ein breites Bündnis über parteipolitische und weltanschaulichen Grenzen hinweg.

Herzliche Einladung zur Bürgerversammlung am Freitag, 21. November 2014, 18.30 Uhr

Im Lichthof Gaststätte Schacht III, Koststraße 8 Information zur Sachlage · Zwischenbilanz Protestunterschriftensammlung · mögliche persönliche Stellungnahme von BP · weiteres Vorgehen

Viele Menschen sind ärgerlich und besorgt wegen der Lärmbelästigung, Feinstaubbelastung und Energieverschwendung durch ständiges Abfackeln bei der BP. AUF Gelsenkirchen startete deshalb im April 2014 eine Aufklärungs- und Protestunterschriftenaktion. Inzwischen wurden rund 1500 Unterschriften gesammelt. Hier zum Einladungsflyer. Gefordert wird:

AUF-Partnerschaft auch für Umweltschutz im Kleinen

Am 6. Dezember fanden überall Aktionen statt anläßlich des Weltklimatages. AUF GE war auch dabei. Gleichzeitig ist schon Tradition, dass AUF nicht nur die "große Politik" interessiert. Jedes Jahr beteiligen sich die AUF Mitglieder im Bezirk West nicht nur bei GEputzt, sondern starten am Weltklimatag auch eine besondere Aufräumaktion in Horst. Inzwischen haben im Rahmen der Aktion "Sauberes Horst" Ulja Serway und Monika Gärtner-Engel für AUF die Patenschaft für ein Stück Struntenstrasse übernommen - eine besondere Schmutzecke! Bestens eingeführt von Gelsendienste, mit Müllsäcken und Handschuhen ausgestattet wurden wieder zwei große Säcke gefüllt. Es hat sich gelohnt und Spaß gemacht. Von der netten Frau am Kiosk wird nur beanstandet, dass wir diesmal keine Schilder von AUF aufgestellt hatten: "Da musste ich jedem einzeln erklären, was ihr macht und wer ihr seid." Versprochen, das ändert sich wieder beim nächsten Mal.

Umweltgewerkschaft lädt ein

Kazuhiko Kobayaski ist Buchautor und einer der führenden Aktivisten der Anti-Akw-Bewegung in Japan. Er berichtet aktuell über den Kampf gegen das Wiederanfahren der Atomkraftwerke. Kobayaski beschreibt sich selbst als "japanischer Umweltfreund und überzeugter Gegner gegen die nicht verantwortlichen Techniken, die unsere nicht ersetzbare Erde  mit ihrem gesamten biologischen Kreislauf und schließlich die ganze Zukunft der Menschheit gefährden."

Sonntag, 02. November 2014 Schacht III, Koststraße 8, 45699 Gelsenkirchen Beginn 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr) Eintritt 5€/3€

jan specht web2Etwa sechzig Bürgerinnen und Bürger kamen zur Versammlung ins Arbeiterbildungszentrum nach Gelsenkirchen Horst. Unser Mitglied Jan Specht fasste die Auseinandersetzung mit BP zusammen. Seinen Vortrag geben wir hier leicht bearbeitet wieder: AUF Gelsenkirchen hat beschlossen: „Schluss mit dem Abfackeln bei BP!“. AUF ist sind bekannt dafür, dass wir bei heißen Eisen nicht locker lassen. Wir wollen informieren, eine Zwischenbilanz ziehen, das weitere Vorgehen beraten. Hier in Gelsenkirchen haben wir es mit dem Abfackeln von Gasen aus der Erdölverarbeitung zu tun. Erdöl hat über 17.000 Bestandteile.

Ein Vortrag und eine Präsentation von Kumpel für AUF

Unser befreundetes Wahlbündnis "Essen steht AUF"  hatte vom 26.10. eine Veranstaltung zum Thema Fracking. Die Präsentation, die dem zu Grunde lag, kommt von Kumpel für AUF. Auf sie möchten mir hier nochmals aufmerksam machen. Nach dem Weiterlesen Link, findet Ihr die Präsentation.
Fracking ist eine Methode zur Gasgewinnung in der Erdtiefe,  in ca. 5000-6000 Meter. Durch Sprengung wird das in Schiefergestein eingeschlossene Gas gelöst. Das erzeugt Risse im Reservoir-Gestein in der Tiefe, um die dort lagernden Gase zu gewinnen. Der Bohrung werden Unmengen von Wasser und Quarzsand sowie bis zu 12 verschiedene Chemikalien zugesetzt, die das Grundwasser verunreinigen können. Es ist das gleiche Schiefergestein, in das auch die Kohle eingeschlossen ist. Mit anderen Worten: Gasförderung mittels Fracking und Kohleförderung schließen einander aus.