Sofortige Beantwortung der Anfragen von AUF!

Die Meldungen in den Medien geben einen Teil dessen wieder, dass für die Menschen in Gelsenkirchen die Folgen der Unwetterkatastrophe noch lange nicht vorbei sind, wie die noch nicht begehbaren Friedhöfe oder Naherholungsgebiete. Die Mitarbeiter von Gelsendienste schieben zig Überstunden, 4000 Bäume müssen noch begutachtet werden ...

Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von AUF: „Esist mir völlig unerklärlich, wie der Rat den Antrag von AUF auf Befassung damit sogar auf die Zeit nach der Sommerpause verschieben konnte. Das geht an der Lebensrealität der Menschen völlig vorbei! Schon bei der ersten Ratssitzung hatte ich einen Sachstandsbericht gefordert zu Ausmaß und Folgen der Unwetterkatastrophe, zu notwendigen Konsequenzen u.a. für Hilfen und Beratung der Bürgerinnen und Bürger. In solch einer Situation kann der Stadtrat nicht tagen, ohne zu den durch die Unwetterkatastrophe aufgeworfenen Problemen der Menschen Stellung zu nehmen.

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"Unglaublich! Oliver Wittke schafft es tatsächlich, selbst das regionale Unwetter am Pfingstmontag noch für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren," ärgert sich Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von AUF Gelsenkirchen. Sicherlich, so die Stadtverordnete, ist es begrüßenswert, wenn die Landesregierung ihr Möglichstes tut, um den Kommunen bei der Behebung der großen Schäden zu unterstützen. "Ansonsten muss meiner Meinung nach aber das Verursacherprinzip gelten!" AUF Gelsenkirchen ist der Meinung, dass die Ursache sich häufender verheerender Unwetter die ungebremste Politik der Klimazerstörung ist.

Jan Specht

Eine Notentlastung ist notwendig, nicht jedoch das Verbennen des Gases.

Gasspeicher sind bekannt und nutzbar. Wäre jeder Abfackel-Vorgang ein Notfall, müsste die Anlage aufgrund ihrer Unzuverlässigkeit stillgelegt werden.


Ich finde es traurig, dass die WAZ, die in der Überschrift unabhängig und überparteilich stehen hat, sich zum Pressesprecher der BP macht, ohne zu kontrollieren, was sie selber am 16.8.13 geschrieben hat. Oder BUND-Mitglied Frau Baitinger zitiert, die hier in Gelsenkirchen noch nie öffentlich Stellung bezogen hat bei brisanten Umweltfrage.

Marie BauerAUF Gelsenkirchen liegt mit seiner Unterschriftensammlung gegen die Abfackelung bei BP goldrichtig. Wir Kollegen bei BP sind von der Abfackelung am meisten betroffen. Gerade durch die Schichtarbeit kriegen die Kollegen das rund um die Uhr ab. Es ist typisch Geschäftsleitung BP, dass sie über jeden herzieht, der es wagt, sie zu kritisieren. Das war auch so, als ich darauf bestanden habe, als Jugendvertreterin übernommen zu werden. Es hat ihnen aber nichts genutzt. Sie mussten mich zumindest für die Zeit der Jugendvertretung übernehmen. Auch BP kann nicht machen was sie will, wenn man Widerstand entwickelt. Ich weiß von AUF, dass sie niemals Umweltschutz zu Lasten von Arbeitsplätzen fordern und wünsche AUF viel Erfolg.

Guenter wagner web KopieAls Hausarzt und Anwohner in Horst bin ich gleich mehrfach durch das Abfackeln der BP betroffen. Viele meiner Patienten beklagen sich über das Abfackeln. Der fauchende Lärm mitten im Wohngebiet, nachts oder auch am Sonntag, macht z.B. Angst und Schlafstörungen. Das sind unmittelbare Auswirkungen, die nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind. Viel schwerer wiegen die möglichen gesundheitlichen Folgen für die Horster und vor allem für die Mitarbeiter auf dem Werk: Krebs, Immunstörungen, ja sogar psychische Erkrankungen, um nur einige potenzielle Folgen zu nennen. Dabei liegt Gelsenkirchen nach den Zahlen des epidemiologischen Krebsregisters bei Krebs in NRW weit vorn: bei den Krebsneuerkrankungen an dritter Stelle und bei der Krebssterblichkeit sogar an erster Stelle.

Auf meinen Gängen durch Horst beobachte ich häufig die Fackeln über dem Werk in Horst. Am vergangenen Sonntag loderten zwei Fackeln heftig über eine ½ Stunde. Die Aussage, dass es sich bei der Fackel um eine rückstandslose Verbrennung und zu 99% lediglich um einen harmlosen Ausstoß von Wasserdampf und CO 2 handelt (so BP Sprecher Marc Schulte laut WAZ 17.5.) ist eine der Lügen, die besonders kurze Beine haben: Kohlendioxid ist nämlich farblos und Wasserdampf weiß. Die Fackeln leuchten rot, haben Ränder und der schwarze Rauch deutet auf Rußpartikel. Das belegt für jeden weithin sichtbar, dass nur eine unvollständige Verbrennung stattfindet.

Wenn beim Abfackeln „mehr als 99 %“ Kohlendioxid und Wasserdampf ausgestoßen wird, bedeutet das keineswegs Entwarnung. Was ist mit dem einen Prozent? Wenn ich als Hausarzt einem Menschen eine Spritze von 10 ml verabreiche, die zu über 99% aus Wasser besteht und „nur“ 2 μg Botulinum-Toxin enthält, dann würde dieser sofort mausetot umfallen. Dabei habe ich doch über 99,9 % Wasser gespritzt! Deshalb die eindringliche Frage an BP: Was ist mit dem einen Prozent???!!! Das wird nicht einmal gemessen!

Susanne WagnerDie BP behauptet: Das Abfackeln wäre gefahrlos, weil das Gas zu 99 Prozent verbrennen würde und nur Wasserdampf und Kohlendioxid gerieten in die Luft. Falsch!

Richtig ist, es sind hauptsächlich Kohlendioxid und Wasser. „Nur Kohlendioxid und Wasser“ klingt harmlos. Falsch! Angesichts der drohenden Klimakatastrophe ist jedes zusätzliche Kohlendioxid zu viel! Gelsenkirchen hat mit dem E.ON Kraftwerk in Scholven mit einem jährlichen CO2-Ausstoß von 10,7 Millionen t bereits den CO2-Emittenten, der auf Platz 8 der gesundheitsschädlichsten Kohlekraftwerke Deutschlands liegt!

Falsch ist weiterhin, dass das „restliche“ 1 Prozent gefahrlos ist. Es ist eine Mischung von giftigen, hochgiftigen und krebserregenden Verbrennungsprodukten. Unberechenbar ist, welche genau entstehen. Es ist eine chaotische Verbrennung, die Zusammensetzung der abgefackelten Gase und die Verbrennungsbedingungen wechseln. Absolut berechenbar ist, dass dabei unter anderem Nitroaromate, Aldehyde wie Formaldedyd und verschiedene polycyclische Aromaten entstehen. Sie sind krebserzeugend. Wer etwas anderes behauptet, sagt wissentlich die Unwahrheit.

Unter 1 Prozent klingt nach wenig. Falscher Eindruck! Erstens kommt es auf die Qualität der Stoffe in diesem einen Prozent an – und zweitens ist allein schon ein Prozent des Volumens der Abfackelung immens. Nur mal angenommen, tatsächlich würde nur unter 1 Prozent nicht vollständig verbrennen: Fachfirmen – wie Weber Engineering, Puhlheim - schätzen, dass pro Raffinerie und Jahr weit über 100.000 Tonnen Produkt abgefackelt werden. Das wären dann für Horst und Scholven jeweils 1.000 Tonnen im Jahr, die durch die Abfackelung in Giftstoffe, Ruß und andere Feinstäube verwandelt und über unsere Stadt verteilt werden!