Professor Roland Günter zur Bedeutung des Volkshauses bei 2. Runden Tisch

Sehr geehrte Damen und Herren, Mitstreiter und Mitstreiterinnen,

imagesdas Volkshaus ist einer wichtigsten historischen Orte der sozialen Bewegung. Die meisten Volkshäuser dienten nicht einer bestimmten Partei, sondern waren Einrichtungen für das gesamte Volk d. h. für jedermann. Dies hängt auch mit der Geschichte der Sozialdemokratie zusammen, die unter Bismarck weitgehend verboten war. Sie mußte verdeckt operieren – das hieß: sich als etwas allgemein Nützliches aufstellen, das man schwierig antasten konnte. So entstanden Mehrzweck-Gebäude. Der Kern war meist eine Gastronomie, oft mit einem großen Biergarten, und Säle für allerlei Veranstaltungen.

Volkshaus Rotthausen„Das Volkshaus Rotthausen endlich renovieren und wieder mit Leben füllen“ - diese Initiative von AUF im Bezirk-Süd hat inzwischen eine wunderbare Eigendynamik entwickelt. Am 21.11. traf sich zum zweiten mal der „runde Tisch Volkshaus“, dieses Mal im Volkshaus mit den Vertretern verschiedener Vereine, Organisationen, Parteien und des Rotthauser Netzwerks.  Nach der Begrüßung durch Dr. Willi Mast ging der bekannte Kulturhistoriker Professor Roland Günter in einem kurzen Referat auf die große Bedeutung der Volkshäuser für die Arbeiter- und die soziale Bewegung ein. Inzwischen gibt es in NRW nur noch dieses Rotthauser Volkshaus,

mit Professor Roland Günter am Freitag, den  21. November um 18 Uhr im Volkshaus

Liebe Mitbürger und Freunde des Volkshauses Rotthausen,
die Resonanz auf das erste Treffen war sehr groß. Es zeigte sich, dass es vielen am Herzen liegt, das Volkshaus wieder mit mehr Leben zu füllen und es zu einem sozialen und kulturellen Treffpunkt im Stadtteil zu machen. Zwischenzeitlich hat sich einiges getan. Die Bezirksvertretung Süd hat sich am 23.9. einstimmig für einen Prüfantrag an die Verwaltung ausgesprochen. Kulturschaffende, Architekten, Rotthauser Bürger sind bereit, sich zu engagieren.


Ein fehlender Verkehrsspiegel an der Haarnadelkurve der Hartmannstraße in Rotthausen – das ist für die Anwohner ein Ärgernis. Dennoch wurde ein Bürgerantrag in der Bezirksvertretung Süd von der Verwaltung erst mal abgelehnt. Der Unmut der Anwohner nahm noch weiter zu, als sie nur wenige Tage später Zeuge von schlampigen Kanalarbeiten wurden. Es war genau die Stelle, wo durch Unwetter bereits zweimal die ganze Häuserzeile bis zum Erdgeschoss unter Wasser  stand!

Kein Rederecht für Bürger aus Rotthausen auf der Bezirksvertretung Süd vom 23.09.

AUF, SPD und CDU hatten den Tagesordnungspunkt Volkshaus Rotthausen beantragt, wobei die SPD die Veranstaltung steuerte und das bürgerschaftliche Engagement des 1. Runden Tisches zum  Volkshaus ausbremste. Sie gestand Karl Heinz Rabbas vom Stadtteilarchiv Rotthausen das Rederecht zu, den Vertretern des  Runden Tisches nicht. Das könne ja der Bezirksverordnete von AUF Gelsenkirchen, Willi Mast, vortragen. Und so kam Karl Heinz Rotthoff, Architekt im Unruhestand und von 1. Runden Tisch Volkshaus,  mit seinen Vorschlägen gar nicht zur Wort.