Am morgigen 31. März 2017 endet das Rücktrittsrecht für die Stadt Gelsenkirchen zu dem mit der MLPD abgeschlossenen Vertrag für eine Veranstaltung "100 Jahre Oktoberrevolution" im Oktober 2017 in der Emscher Lippe Halle (ELH).

Die zeitweilige rigide Ablehnung eines Vertrages und dann das Rücktrittsrecht waren von der Stadt unverfroren damit begründet worden, dass die ELH im Oktober 2017 wahrscheinlich "nicht mehr zur Verfügung steht" - als ob ein Abriss im Zusammenhang mit dem Bäderkonzept quasi aktuell auf der Tagesordnung stünde. Das Rücktrittsrecht verfällt nun, da natürlich kein Beschluss zum Abriss des Sportparadieses und der Emscher Lippe Halle gefasst wurde.

Die Behauptungen der Stadt ging so weit, dass im Juli 2016 ein Gespräch mit dem von der MLPD beauftragten Rechtsanwalt Meister über die Sachlage (dass ein solcher Beschluss zwar von der SPD favorisiert wird, aktuell jedoch nicht ins Haus steht und schon gar nicht gefasst worden ist) rundweg abgelehnt wurde.

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15 Mitglieder von AUF Gelsenkirchen, der Kinderorganisation Rotfüchse und Eltern aus Horst befreiten am Samstag im Rahmen von GEputzt den Grüngürtel am Mühlenemscherweg in Horst von Müll. Bei schönstem Sonnenschein machte die Arbeit besonders Spaß. Ein beachtlicher Berg kam zustande. Schnaps- und Weinflaschen, Plastikmüll, sogar ein Sofa zogen die fleißigen Sammler aus dem Gebüsch. Und viel Kleidung fanden sie. Der Verdacht liegt nahe, dass jemand Säcke aus einem nahegelegenen Kleidercontainer entwendete und alles, was er nicht wollte, arglos wegwarf. Das ärgerte die Teilnehmer: “Die offensichtlich gut erhaltene Kinderkleidung hätte sicherlich in Gelsenkirchen jemand gut gebrauchen können”.

Was passiert nicht alles in närrischen Zeiten. Das Bädergutachten ist online. Einen Tag nach unserem karnevalistischen "Bäderalarm" als muntere Tanzttruppe von AUF Gelsenkirchen - perfektes Timing! Und das, nachdem dieses Bädergutachten der Firma Altenburg - pssst - als Geheimnis seit Herbst 2015 gehütet wurde. Alle Anfragen und Kritiken, den Bürgerinnen und Bürgern, den Ratsmitgliedern reinen Wein darüber einzuschenken, wurden mit der SPD-Mehrheit abgeblockt. Dazu fällt mir das Zitat von M. Ghandi ein: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Der Bäderalarm zur Rettung aller Bäderstandorte geht in die nächste Runde. HelAUF!"

Eine to-do-Liste mit humoristischem Augenzwinkern veröffentlichte die WAZ zum Jahr 2017 un fragte nach Wünschlisten aus der Feder der LeserInnen. Dies beflügelte Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete zu einer satirischen to-do-Liste:

Januar: Gelsendienste eröffnet gemeinsam mit Herrn Ruhnau jr. eine Baumpflanzaktion und den Architektenwettbewerb für die freie Sichtschneise vom Hans Sachs Haus zum Musiktheater. Externer Sachverstand unter Leitung von Prof. Roland Günter prüft auch die Untertunnelung der Florastrasse unter der Leitlinie Freie Bahn zwischen HSH und MIR.

Februar: Der Rosenmontagsumzug wird geplant: widerwillig, aber fast einstimmig beschließt das Gremium der Grauen Eminenzen, dass AUF im Karnevalsumzug nicht nur mit-, sondern vorneweggeht. Repräsentative Umfragen haben nämlich ergeben, dass die verbotenen AUFtritte dem Bündnis noch mehr Sympathie einbringen als die frechen Politbeiträge im regulären Zug.

März: Die Rede beim Empfang der Stadtspitze zum 8. März halten diesmal Frau Welge und Frau Berg, während der OB Häppchen anbietet und Sekt nachschenkt.

Noch immer sorgt die Übertreibung von der„Randale“ bei Kodi im Stadtteil für erhitzte Gemüter und Protest, wie ich bei einem Einkauf in Horst erfuhr. Herr Gill hat mit dieser Meldung meiner Meinung nach einen inakzeptablen Stil an den Tag gelegt, fern aller journalistischen Ernsthaftigkeit. Für die sollte er als Herausgeber der Familienpost und Bezirksbürgermeister im Bezirk West aber eigentlich stehen. Einer bessere Präsenz der Polizei in Horst ist sicher durchaus nötig, aber eine Forderung auf Kosten von Migranten so zu befeuern, finde ich unernsthaft und schädlich. Dass Jugendliche sich daneben benehmen, kommt vor. Das ist aber kein Schwerverbrechen. Wenn ich die vielen nicht immer einfachen Begegnungen als Krankenschwester so aufbauschen würde, oh je!

Nach den Dementis der Polizei und von Kodi dachte ich, die Sache sei klar gestellt. Doch danach meldete sich eine „Augenzeugin“ und ehemalige Mitarbeiterin und berichtet von ihren Ängsten. Ich habe mich bei Einkäufen und durch Nachfragen in der Kodi-Filiale selbst kundig gemacht. Mein Eindruck wurde bestätigt, dass aus einer Mücke ein Elefant gemacht wurde.