Morddrohung gegen unsere AUF-Stadtverordnete

Zum Sachverhalt: Am 30. September wurde im Internet zum Mord an Monika Gärtner-Engel aufgerufen. Sie ist Internationalismusverantwortliche des ZK der MLPD und Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR. In Gelsenkirchen ist sie als Repräsentantin der MLPD, Ratsfrau und Kommunalpolitikerin von AUF bekannt und beliebt. Via Twitter wurde Monika Gärtner-Engel übel beleidigt, ein entstelltes und manipuliertes Foto von ihr verbreitet und zur Mordhatz gegen sie aufgerufen: „Findet sie = Tötet sie!“, hieß es auf Englisch. In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober wurden Bewohner eines Hauses in der Gelsenkirchener Hauptstraße über die Sprechanlage bedroht: „Ich bin dein Mörder! Ich komme heute Nacht!“ In dem Haus befindet sich der „Treff International“, der bekannt ist für seine vorbildliche Flüchtlingssolidarität, das Kreisbüro der MLPD und den fortschrittlichen Buch-, Kunsthandwerk- und Reiseladen „People to People“. In der Nacht zum 4. Oktober wurde ein Hetz-Aufkleber der neofaschistischen NPD an das Büro der MLPD geklebt. Es folgt die Solidaritätsadresse für Monika-Gärtner-Engel:

160624 Schüler und Lehrer vom Berufkolleg160624 Hr Rotthoff liest Stationen Heinrich KönigsHeute, am 24.6.2016, wurde zum Gedenken an das Wirken des Vikars Heinrich König ein Bild von Karl - Heinz Rotthoff im U-Bahnhof am Heinrich - König Platz enthüllt.
Es zeigt Stationen auf dem Leidensweg von Heinrich König, Vikar der Gelsenkirchener Propsteikirche und Präses der Kolpingfamilien. Seine Kritik an rassistischer und nationalistischer Hetze des NS- Regime führte am 30. September 1941 zu seiner Verhaftung wegen angeblich Wehrkraft zersetzender Äußerungen. Vom Gelsenkirchener Polizeigefängnis wurde er ins KZ Dachau überführt. Eine Operation zu Übungszwecken vollzog ein junger SS- Arzt an ihm. Nach einer absichtlich herbeigeführten Sepsis ( Blutvergiftung), durch Injektion von Eiter, starb er neun Tage später - am 24. Juni 1942.
Karl – Heinz Rotthoff las den Gästen aus eine Kurz- Biografie vor und verwies auf ihre Verarbeitung im Bild. Sichtlich bewegt waren auch die Schüler vom Berufskolleg, die den Rahmen des Bildes mit ihrem Lehrer geschaffen hatten. Allen Besuchern war klar: Lehren aus der Vergangenheit muss jeder für heute ziehen.
Heute wie damals heißt es: Keinen Fußbreit den Faschisten!

 

Grup YORUM LogoHerrn Bürgermeister Ulrich Roland, Gladbeck
Betreff: Anti-rassistisches Festival in Gladbeck
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
Unser Wahlbündnis freut sich darüber, dass am 18. Juni in Gladbeck das anti-rassistische Festival 'EINE STIMME UND EIN HERZ GEGEN RASSISMUS' stattfinden soll, auf der auch die Musiker der „Group Yorum“auftreten werden.
Dieses Festival ein wichtiges Ereignis und es verdient volle Unterstützung durch die Stadt und die Öffentlichkeit - angesichts des Flüchtlingselends und des anwachsenden Rassismus in Deutschland - fast 1000 Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte im letzten Jahr! - und auch angesichts der Politik der Erdogan-Regierung. Diese behandelt Anhänger der PKK und oppositionelle demokratische Kräfte wie die Abgeordneten der HDP und neuerdings sogar türkisch-stämmige deutsche Bundestagsabgeordnete – als Terrorosten oder Unterstützer des Terrors.

Inzwischen ist es auch aktenkundig: Das Ermittlungsverfahren gegen Monika Gärtner-Engel wurde am 28.10.2015 eingestellt – ohne Auflagen!

Zur Erinnerung: Monika Gärtner-Engel war mit vielen weiteren Antifaschisten am 1. Mai gegen die „Rechten“ in Gelsenkirchen aktiv geworden. Im Verlauf der Proteste hatte sie die Moderation der spontanen Demonstrationen und Straßenblockade übernommen. Die „Rechten“ mussten ihren geplanten Aufmarsch kläglich abbrechen, weil sie aufgrund der Straßenblockade eines starken Gelsenkirchener Bündnisses gegen Krieg und Faschismus und vieler Anwohner nicht durchkamen. Die Provokation, ausgerechnet am 1. Mai durch Rotthausen und an der Wirkungsstätte Pfarrer Käsemanns und des antifaschistischen Festes auf dem Ernst-Käsemann-Platz vorbei zu marschieren, wurde ein Rohrkrepierer!

151023 Genesungskarte RekerEntsetzen und Empörung,hat der Mordanschlag auf die ehemalige, couragierte Sozialdezernentin in GE und heutige Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, ausgelöst und Solidarität aus Gelsenkirchen und dem ganzen Bundesgebiet hervorgerufen.
„Umso wichtiger ist die lückenlose Aufklärung! Der Hintergrund dieses Attentat ist eindeutig dem faschistischen Lager zuzurechnen. Der Täter ist in der einschlägigen Szene wahrlich kein unbeschriebenes Blatt,“ so Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF.