Müllberg - Bild: WIkipediaDer grüne Lack ist ab!

Es ist ein Hammer, dass ein Thema mit so weitreichender Bedeutung wie die Restmüllentsorgung in Gelsenkirchen ab 2013 von der ganz Großen Koalition der Ratsparteien und Gruppen gezielt aus der öffentlichen ebenso wie der nicht-öffentlichen Debatte im Rat herausgehalten wird. Darüber hinaus wird rundweg abgelehnt, eine breite öffentliche Diskussion zu führen. Dabei geht es um eine folgenschwere Entscheidung für Gelsenkirchen.

Empört ist Anton Lenz, sachkundiger Einwohner für AUF Gelsenkirchen im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften (AWL), über die neuerliche Insolvenz von Scheuten Solar. „Meine volle Solidarität gilt den Beschäftigten im Kampf um ihre Arbeitsplätze“-Auf seine Anfrage an die Stadtverwaltung zur Arbeitsplatzsituation in der Solarindustrie in Gelsenkirchen hatte Anton Lenz kürzlich eine ernüchternde Antwort bekommen. Viele Jahre war ein erfolgreicher Strukturwandel zur „Solarstadt“ in Aussicht gestellt worden. Nun musste die Stadtverwaltung feststellen, dass bei Scheuten von 235 Arbeitsplätzen ca. 50 geblieben sind, und bei abakus solar noch ca. 50 von ca. 100. Einzig Vaillant konnte ca. 250 Beschäftigte aufrecht erhalten.

Laut WAZ vom 12.6. wird in Gelsenkirchen landesweit am meisten Hausmüll pro Kopf produziert. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Veraschungsverträge mit RWE als Betreiber der Müllverbrennungsanlage in Essen-Karnap sorgen zwar für billige Müllgebühren. Sie sorgen aber auch für „dicke Luft" in Gelsenkirchen (Feinstaub Kurt-Schumacher-Strasse!) und dafür, dass kein wirkliches Interesse an Müllvermeidung und Recycling besteht. Im Gegenteil: Wegen der Überkapazitäten an Müllverbrennungsanlagen muss aus Profitgründen zusätzlicher Müll angekarrt werden – auch aus dem Ausland.

AUF spricht sich ohne wenn und aber dagegen aus, die Müllverbrennungsanlage Karnap in kommunale Trägerschaft zu übernehmen. Die Müllverbrennung wird nicht dadurch besser, dass sie „ortsnah" erfolgt. Die industrielle Verbrennung zur Entsorgung statt Wiederverwertung des wertvollen Rohstoffes „Müll" ist eine katastrophale Verwertungsmethode und Hauptverursacher der Luftverschmutzung weltweit.

Am Rosenmontag heißt es wieder, närrisch aktiv zu werden:
AUFgestanden gegen “Energiewende” made in GE!

Dazu sind alle herzlich eingeladen, am Montag, 11. Februar. Ab 13 Uhr ist Aufstellung auf der Willi-Brandt-Allee am LKW von AUF Gelsenkirchen, von da aus geht es los, Beginn Augustaastraße in Richtung Münsterstraße und die Cranger Straße entlang.

Start des Zuges: 14.30, Dauer 2-2,5 Stdt. Im Anschluss gemütliches Beisammensein in einer Erler Kneipe.