Gegendemo zum Wahlauftritt von Pro NRW in Buer

Die  rechtsextremistische Partei „Pro NRW“ hielt in Gelsenkirchen Buer, auf dem Goldbergplatz eine Wahlkundgebung ab. Mit den üblichen ausländerfeindlichen Parolen versuchten die Redner Wahlkampf zu machen. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -  Bund der Antifaschisten ( VVN-BdA Gelsenkirchen), das Gelsenkirchener Bündnis gegen Rechts sowie die LINKE Gelsenkirchen riefen zur Gegendemonstration auf: AUF Gelsenkirchen, die MLPD und die Jugendorganisation Rebell, schlossen sich dem Protest an.

Zu den Verlegungen von Stolpersteinen in Gelsenkirchen und der daran anschließenden Matinee am Montag, den 8. Oktober 2012 laden Heike und Andreas Jordan von der Projektgruppe Stolpersteine Gelsenkirchen herzlich ein. An diesem Tag wird der Künstler Gunter Demnig 18 weitere Stolpersteine gegen das Vergessen verlegen. Der Verlegetag findet seinen Abschluß mit einer Matinee, die um 18 Uhr im Kaminzimmer von Schloss Horst beginnt.

"Der heutige 08.Mai, der Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus, sollte uns Mahnung sein: wehret den Anfängen!" … so Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von AUF Gelsenkirchen. Seit Jahren wendet sich die Stadtverordnete dagegen, dass die Stadtverwaltung Gelsenkirchen Pro NRW v.a. im Schloss Horst regelmäßig Gelegenheit gibt, ihre Aktivitäten zu planen und ihre Hetzpropaganda zu verbreiten. Die allgemeine Gesetzeslage ebenso wie die konkrete Satzung biete durchaus Möglichkeiten, diese volksverhetzenden Veranstaltungen zu unterbinden.

Unser Freund und Mitstreiter Christoph Klug aus Recklinghausen wird von Faschisten bedroht. In einem von ihm selbst veröffentlichten Flugblatt schreibt er:

"Seit einigen Jahren werden meine Familie und ich immer wieder von Nazis belästigt und bedroht. Es gab faschistische Flugblätter vor meiner Haustür. Am 2. Oktober 2011 wurden Hakenkreuz und SS-Runenzeichen auf meine Hauswand gesprüht. Am 17. November 2011 dann der „Gipfel“: auf dem Weg zum Einkaufen wurde ich von einem Mann mit „Heil Hitler“ beschimpft und dann mit Schlagring bedroht. Ich konnte noch rechtzeitig mit dem Fahrrad abdrehen..."

Das komplette Flugblatt gibt es hier.

AUF erklärt sich mit Christoph Klug solidarisch und unterstützt ihn in seinem Kampf

Lieber Christoph Klug,
Hiermit  erklären wir uns solidarisch mit Dir und deiner Familie gegen die faschistische Bedrohung. Es geht nicht an, dass Nazis weiter ihr Unwesen treiben können. Auch wir haben uns immer wieder aktiv gegen den Faschismus und Gruppen wie pro NRW gestellt, die den Boden für den faschistischen Terror bereiten.
Für den Prozess am 25.07. viel Erfolg. Wir sind bei euch!

Giuseppi Salamone und Willi Mast
für den AUF-Vorstand

AUF-Plakat "AUFstehen gegen Neonazis"AUF Gelsenkirchen sieht sich in seinem Protest gegen „Pro NRW“ durch die jüngsten Verhaftungen bestätigt, die erneut beweisen, in wie enger personeller Verknüpfung diese Organisation zu Neonazis steht.

Die Verflechtung in dieser Szene machten zahlreiche Durchsuchungen der Polizei in NRW am 26. April offenkundig, darunter auch im Fraktionsbüro der reaktionären Bewegung "Pro NRW" in Radevormwald.

Dabei vollstreckten die Beamten drei Haftbefehle gegen führende Köpfe des rechtsextremen "Freundeskreis Rade", ihnen wird die Gründung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Bei Zweien von ihnen fanden sich Mitgliedsausweise von "Pro NRW". Auch ein Ratsmitglied von Pro NRW gehört zu den Verhafteten.