Leserbrief zu "Bürgermeister zeigen Flagge für den Frieden", WAZ 7.7.2015

Wenn am 8. Juli mit der Aktion „Bürgermeister für den Frieden“ auch Gelsenkirchen Flagge zeigt, wenn Atomwaffen geächtet werden, die Menschen und Umwelt zerstören, begrüße ich das. Gut, dass in unserer Stadt die Fahne dafür weht!

Oberbürgermeister Frank Baranowski äußert, dass politisch für die Abrüstungsprozesse eine Rechtsnorm fehlt, die Atomwaffen verbietet. Ich finde es richtig, für einen Abschluss eines internationalen Verbotsvertrages einzutreten. Atomwaffen müssen verboten werden! Doch wie viel Normen und internationale Vereinbarungen oft wert sind, beweisen uns die ergebnislosen Klimakonferenzen. Für den Erhalt des Weltfriedens sind viele international wachsende und koordinierte Initiativen, Proteste, Freiheitsbewegungen, Kämpfe und der wachsende Widerstand gegen die Politik des internationalen Finanzkapitals und imperialistischer Regimes nötig. Die gesellschaftlichen Ursachen für die imperialistischen Kriege aufzudecken und solche Initiativen zu fördern, gehört für mich zur Friedenspolitik.

AUF-Verständnis von Bürgerarbeit

"Bürgerarbeit stelle ich mir an dieser Stelle doch etwas anders vor!" kommentierte der WAZ Redaktuer F. Pothoff das Fernbleiben von Monika Gärtner-Engel im HFBP zur zweiten Sitzung des Haushaltes. Journalismus stellen wir uns an dieser Stelle auch ganz anders vor, vollkommen anders. Ist es nicht wohlfeil, jetzt da die SPD mit absoluter Mehrheit zum Alleinherrscher von Gelsenkirchen gekrönt wurde, einer kleinen Opposition die Fähigkeit zur Bürgernähe abzusprechen? AUF arbeitet bürgernah, wie 15 Pressemitteilungen berichten, die  in der WAZ zuverlässig ihren Weg in den Papierkorb gefunden haben. Tatsächlich scheint es erhebliche Unterschiede im Verständnis von Bürgerarbeit zwischen WAZ und AUF zu geben. AUF Gelsenkirchen erklärt:

WAZ berichtet nur über DGB-Kundgebung - Gelsenkirchener Bündnis totgeschwiegen

Ein Leserbrief unserers Mitgliedes Anna Bartholomé: "Es ist gut, dass in Gelsenkirchen aus Anlass des Antikriegstags mehr Menschen auf die Straße gingen, als in den Vorjahren. Es ist gut, dass 100 Jahre nach Beginn des ersten und 75 Jahre nach Beginn des zweiten Weltkriegs nicht nur nach rückwärts geschaut wurde, sondern die aktuelle Bedrohung durch Kriegsherde in Syrien, im palästinensischen Gazastreifen, im Irak und in der  Ukraine Thema waren.

"Eine Sonderratssitzung kostet jede Menge unnötig Zeit und Geld! Wieso wird der neue Stadtbaurat nicht auf der bevorstehenden Ratssitzung gewählt?", so Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF Gelsenkirchen. Perplex zeigt sich die Stadtverordnete auch angesichts der Tatsache, dass die Stadtverordneten kurz vor knapp mit der Vorab-Pressemitteilung und kurzer Info der Oberbürgermeisters am 5.9.2014 über das Ergebnis der Findungskommission informiert werden.

Der Antikriegstag am 1. September in Gelsenkirchen war ein voller Erfolg. Etwa einhundert Teilnehmer waren zur Kundgebung gekommen und schlossen sich nach der Veranstaltung dem Demonstationszug zum Kriegerdenkmal am Grillo Gymnasium an. Dort fand noch eine Aktion statt.  Folgende Mitveranstalter nahmen teil: Die Vereinigung der Verfolgen des Naziregimes, die Linke, die MLPD, AUF Gelsenkirchen, Frauenzentrum Courage, die Deutsche Kommunistische Partei, Mitglieder des Frauennetzwerkes und verschiedene Künstler sowie Freidenker.