Entscheidungen zur Prostitution in Gelsenkirchen

"Die jetzt als großer Fortschritt deklarierte Regelung zu eingeschränkten Zeiten der Prostitution in Gelsenkirchen sind unter den gegebenen Umständen frauenfeindlich, unsozial und unseriös," so Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF Gelsenkirchen. Die Einschränkung der Zeiten für Prostitution wurde von AUF und auch von vielen Prostituierten selbst akzeptiert bzw. ohnehin so praktiziert. Unter den gegebenen Umständen sind die neuen bzw. perspektivisch angestrebten Regelungen jedoch v.a. für die Frauen an der Münsterstrasse.

HERZLICHE EINLADUNG AN ALLE!

Mehr über  den Prozess zur Vorbereitung der 2. Weltrauenkonferenz 2016 in Nepal am 28. Oktober 2014 um 18:30 Uhr im Frauentreff Courage in Gelsenkirchen, Ringstraße 71.
Monika Gärtner Engel, eine der Weltrauenkoordinatorinnen, berichtet über „Willkommen bei den Weltrauen“ - die erfolgreich stattgefundene Frauenkonferenz des Mittleren Ostens zur 2. Weltrauenkonferenz, der Reise und Frauenprotest-Kundgebung an der syrisch-türkischen Grenze in Sichtweite zu einem von der IS besetzten Dorf und dem Besuch in einem Camp der geflohenen Jeziden sowie dem produktiven 3. Weltreffen der Koordinatoren. Für Essen und Getränke ist gesorgt.  Der Erlös geht an den Frauentreff. Unkostenbeitrag 1/2,-€:

 

 

vom 03. - 05. Oktober 2014 in Chemnitz

Frauenpoltischer Ratschlag
AUF Gelsenkirchen unterstützt den "Frauenpolitschen Ratschlag". Er ist eine internationale, frauenpolitische und kulturelle Plattform, auf der sich Frauenprojekte, -gruppen, -organisationen und Parteien ebenso wie Einzelfrauen austauschen können.
Er ist charakterisiert durch den offenen und gleichberechtigten Erfahrungs- und Meinungsaustausch, das gegenseitige Interesse und den Respekt für einander, die demokratische Streitkultur auf der Grundlage weltanschaulicher Offenheit.
Der Frauenpolitischer Ratschlag unterstützt den internationalen Kampf der Frauen für ihre Rechte und gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Wenn Sie mehr wissen wollen, klicken Sie auf das Plakat.

AUF Gelsenkirchen ist sehr angetan, dass der Plan für ein Prostitutionsgetto ("Verrichtungsgelände") vom Tisch ist: So wurde es im Hauptausschus am 11.09. beschlossen. Das ist zweifellos das positive Ergebnis der zahlreichen Aktivitäten der betroffenen Prostituierten selbst (einschließlich des Prozesses in Dortmund) in Kooperation mit AUF. Die neue Regelung entspricht genau dem, was eine Gruppe von Prostituierten bei der denkwürdigen Pressekonferenz im Juli auf dem Parkplatz an der Münsterstraße gegenüber der WAZ vorgeschlagen hatte. "Beschämend und diskriminierend" nennt Monika Gärtner-Engel,

Zum WAZ-Artikel vom 10.07.2014 „Straßenstrich soll unterbunden werden“nimmt die AUF-Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel Stellung:

Wenn die Stadt Gelsenkirchen sich beschwert, dass die Prostituierten nicht mit dem kommunalen Ordnungsdienst sprechen – dann muss dieser wohl ausbaden, was die Stadtspitze verbockt hat,“ so Monika Gärtner-Engel.

Gärtner-Engel hat selbst die Erfahrung gemacht, dass die Frauen sowohl an der Adenauerallee, als auch an der Münsterstraße offen sprechen, wenn man sich vorbehaltlos und unter Berücksichtigung ihrer Interessen an sie wendet: „Ich habe selber mehrere Stunden mit den Frauen an der Münsterstraße gesprochen – jede einzelne war auskunftsbereit und brachte auch freimütig ihre Forderungen vor. Nur wenn man die Frauen diskriminierend behandelt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie nicht mit einem sprechen!“.