Erneut gibt es große Sorgen bei den Kollegen von ZF in Gelsenkirchen-Schalke um Arbeitsplätze und Löhne“, informiert Toni Lenz, Sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus. 200 Arbeitsplätze will die Geschäftsleitung abbauen, davon 150 in diesem Jahr. 

2018 haben die Kollegen mit kämpferischen Aktionen und der Solidarität der Gelsenkirchener einschließlich dem Stadtrat die Schließung des Werks verhindert. Das ist den Bossen in die Knochen gefahren. Nun wird das Zuckerbrot ausgepackt von höheren Abfindungssummen und Rente ab 58 Jahren. Aber die Erpressung folgt auf dem Fuß: wenn das nicht genügend angenommen wird, wird offen entlassen!“ empört sich Toni Lenz. „Dazu kommt, dass die Löhne gekürzt werden sollen, während ZF gleichzeitig 6,2 Milliarden Euro hat, um den US-Bremsenhersteller Wabco zu kaufen.“ 

Für 2021 wird dann ein „Technologiezentrum“ in Aussicht gestellt, wo Ingenieure eingestellt oder hinverlagert werden sollen. „Aber die 200 Arbeitsplätze, v.a. in der Produktion, wären erstmal weg“, resümiert Toni Lenz. „Damit kann kein Gelsenkirchener einverstanden sein! Wir können nicht zulassen, dass aus Profitgier die Arbeitsplätze unserer Jugend verhökert werden. Dazu sollte auf den Kampferfahrungen von 2018 aufgebaut werden.“

Toni Len fr WebFür die Sitzung des Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus am 14.3. hat Toni Lenz, sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen, den Tagesordnungspunkt „Sachstandsbericht zum angekündigten Beginn der Produktion bei der Firma Monowell in Gelsenkirchen-Heßler“ beantragt.

Wie auch in der WAZ am 1.2. berichtet wurde, nimmt die Firma Monowell in Kürze in Gelsenkirchen-Heßler die Produktion von Endloswellpappe auf - und zwar auf dem Gelände und in den Anlagen der früheren Firma Wellpappe, die Ende 2016 in die Insolvenz ging.

Toni Lenz hatte das Thema schon in den letzten Ausschuss eingebracht, wo die Fragen offen blieben. Wie geht es weiter, fragen sich ehemalige Kollegen. „Wird die Insolvenz nun von Herrn Palm genutzt, um Mitarbeiter zu deutlich schlechteren Bedingungen einzustellen, die jetzt die gleiche Arbeit machen?“

„Hier ist in der Öffentlichkeit erheblicher Aufklärungs- und Diskussionsbedarf. Ich bin gespannt, welche Initiativen die Stadtverwaltung zur Klärung ergreift und was die Wirtschaftsförderung darüber berichten wird. AUF bleibt jedenfalls auch bei diesem brisanten Thema am Ball.“

Toni Len fr WebWellpappe - das erinnert zuallererst an die unerwartete Insolvenz 2016, die auf erbärmliche Art vom Wellpappe-Konzernchef Wolfgang Palm durchgedrückt wurde. Er brachte die 96 Kollegen um ihren Arbeitsplatz und sogar um einen Sozialplan, die bis heute völlig empört sind, und finanzielle und psychische Auswirkungen für sich und ihre Familien davontrugen.
"Palm will sich offensichtlich jetzt eines neuen Tricks bedienen. Unter dem Firmen-Siegel der Monowell, die zur Palm-Gruppe gehört, soll in Gelsenkirchen künftig wieder produziert werden. Was läuft da ab?" fragte Toni Lenz, sachkundiger Einwohner für AUF Gelsenkirchen im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus, WBT.

"Die Endlospapier-Produktion, die dort neu aufleben soll, ist 'nur' eine Vorstufe des Produktes, das früher bei Wellpappe hergestellt wurde. Es kann in anderen Werken weiter verarbeitet werden z.B. zu Kartonagen, die eben zur damaligen Produktpalette gehörten.
Damals war die Rede von veralteten Anlagen im Werk, die keine Aufträge mehr bringen würden. Geld für die Modernisierung fehlte angeblich laut Palm. Und wo kommt jetzt das Geld her?

190215 Einladung BrunchWas tun für mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze in Gelsenkirchen?

Toni Lenz, sachkundiger Einwohner von AUF Gelsenkirchen macht Vorschläge

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Viel Durchschlagskraft und einen langen Atem wünscht AUF den Kollegen in den Uniper-Werken.
„Die aufgestellten Forderungen von 6,8 % Lohnerhöhung sind völlig berechtigt. Wir setzen uns für die Uniper-Beschäftigten ein: Für ihre Gesundheit und das Stopp der Ölpellet-Verbrennung ebenso wie für eine bessere Bezahlung ihrer Arbeit. Da ist mehr drin, wie die wirksamen Warnstreiks gezeigt haben“, unterstreicht Dagmar Brettschneider. „Wir stärken den Kollegen hier in Gelsenkirchen und Gladbeck den Rücken.“

Ermutigend: Am 15. Januar waren die Azubis an allen Standorten beim Auftakt dabei. Es verdient Respekt, dass die Kollegen entgegen aller Stimmungsmache den Warnstreik organisierten. Frechheit ist, dass Uniper mit einem Gerichtsbeschluss den Abbruch des Warnstreiks herbeiführte. Hätten sie ein akzeptables Angebot vorgelegt, wären die Heizungen warm geblieben!
Dass Uniper so reagierte, zeigt doch, dass der Konzern an einer empfindlichen Stelle getroffen wurde. Uniper verkündete im November 2018 etwas gesunkene Gewinnerwartungen, aber durchaus noch ‚in der Bandbreite der Erwartungen‘. Ihre Versprechen zu den Dividenden sind aussagekräftig genug: 310 Millionen Euro Ausschüttung 2018 an die Anteilseigner, satte 40 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Dividenden sollen sogar bis 2020 um 25 Prozent steigen.

AUF hat kein Verständnis für Krokodilstränen von Uniper: für Lohnerhöhungen ist genauso Spielraum wie für das sofortige Stopp der Ölpellet - Verbrennung. Für die weiteren Verhandlungen ab dem 25.1. wünscht AUF den Beschäftigten von Uniper viel Solidarität aus der Bevölkerung, für die wir uns mit einsetzen.“